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Standardsuche – Google zahlt Apple 9,5 Milliarden Dollar

von Robert Klatt •

Google Zahlung nimmt mehr als 20 Prozent des Apple Servicegeschäft ein. Die beiden Konzerne stehen damit in gegenseitiger Abhängigkeit voneinander.


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Laut einer Analyse der Investmentbank Goldman Sachs, auf die sich ein Bericht von CNBC bezieht soll Google etwa 9,5 Milliarden Dollar an Apple gezahlt haben damit die Suchmaschine des Konzerns im Safari-Browser auf iPhones als Standard voreingestellt wird. Da die Verträge zwischen den beiden Unternehmen geheim sind und es keine andere öffentliche Quelle sowie keine Stellungnahme der Unternehmen gibt ist die genaue Summe unbestätigt. In der letzten Schätzung der Goldman Sachs Analysten vom September 2018 wurde noch von einer Summe von 9,0 Milliarden Dollar gesprochen.

Google mit 20 Prozent Umsatzanteil

Mit einer Zahlung von etwa 9,5 Milliarden Dollar nimmt Google einen Umsatzanteil von knapp über 20 Prozent am Apple Servicegeschäft ein. Im Apple Geschäftsbericht werden die einzelnen Bestandteile dieses Geschäftsbereichs nicht aufgeschlüsselt, exakte Zahlen gibt es also auch hier nicht. Wie Goldman Sachs in ihrer Analyse berichtet besteht somit eine hohe Abhängigkeit zwischen den beiden Unternehmen. Besonders Apples Geschäftsergebnis könnte sich deutlich verschlechtern, wenn Google sich entscheiden sollte die Verträge nicht weiter zu verlängern.

Sprachsuche per Siri ebenfalls von Google bezahlt

Außerdem bezahlt Google auch dafür, dass Suchanfragen, die über Siri gestellt werden über ihren Dienst abgewickelt werden. Es gibt zwar sowohl in Safari als auch bei Siri die Möglichkeit die Standardsuchmaschine zu wechseln, da diese Option von den wenigsten Nutzer verwendet wird, ist es für Google von enormem Wert als Standardsuche voreingestellt zu bleiben.

Auf welcher Basis die Höhe der Zahlung von Google an Apple berechnet wird ist nicht bekannt, die Analysten gehen jedoch davon aus, dass Apple einen Teil des Umsatzes von Google erhält, der auf Geräten von Apple-Kunden erzeugt wird.

Wenig Wachstum erwartet

In den kommenden Jahren kann Apple aufgrund des schwachen iPhone Absatz nicht mehr damit kalkulieren, dass die sogenannten Traffic-Akquisitionskosten (TAC) noch deutlich ansteigen werden. Die Analysten der Investmentbank empfehlen dem iPhone Konzern aus diesem Grund weitere Geschäftsfelder im Service Geschäft zu erschließen, umso den Umsatz abzusichern und die Abhängigkeit von Google zu reduzieren. Wie Ende Januar berichtet wurde, könnte Apple aus diesem Grund an einer Art Netflix für mobile Spiele arbeiten.

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