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Reparatur von verbogen ausgelieferten iPad Pros kostet bis zu 701 Euro

von Robert Klatt •

Obwohl die Tablets durch Fertigungsprobleme verformt ausgeliefert werden, verlangt das Unternehmen, dass Kunden die Austauschkosten übernehmen.


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Wie kürzlich berichtet liefert Apple seit einigen Wochen iPad Pros aus, deren Gehäuse ab Werk durch Probleme im Fertigungsprozess verbogen ist. Obwohl Apple bereits vor zwei Wochen bestätigt hat, dass die verbogenen iPads fertigungsbedingt verbogen sind und keine Schuld beim Kunden liegt, weigert sich das Unternehmen anzuerkennen, dass sich dabei um einen Defekt handelt. Da sich die Krümmung laut einer Stellungnahme vom Apple innerhalb der Toleranzen bewegt und die Funktionen des Tablets dadurch nicht eingeschränkt sind, verlangt Apple stattdessen von den Kunden die Übernahme der Reparatur beziehungsweise Austauschkosten.

Umtausch innerhalb von 14-Tagen

Deutschen Käufer eines iPad Pros sollten daher unbedingt kontrollieren, ob ihr kürzlich erworbenes Tablet verformt ausgeliefert wurde. Bei online erworbenen Tablets können sie ohne Angaben von Gründe laut Fernabsatzgesetz innerhalb einer Frist von 14-Tagen ihr Umtauschrecht in Anspruch nehmen.

 Kosten bis zu 701 Euro

Kunden die ihr iPad Pro innerhalb dieser Frist nicht umgetauscht haben oder die dieses Umtauschrecht aufgrund eines Kaufs im Laden nicht besitzen werden von Apple kräftig zur Kasse gebeten, wenn sie ein fehlerfreies iPad Pro haben möchten. Laut der offiziellen Reparatur-Preisliste kostet der Austausch des Tablets zwischen 541 und 701 Euro. Kunden die sich für Apple Care+ entschieden haben zahlen für Austausch den Selbstbehalt von 49 Euro. Außerdem zieht Apple eine der maximal zwei verfügbaren Reparaturen ab.

Neben den enormen Kosten ist vor allen das absolut kundenunfreundliche Verhalten von Apple in diesem Fall überraschend. Analysten und Marktbeobachter schätzen den Schaden durch die negativen Medienberichte als wesentlich größer ein als die Kosten, die durch eine kostenfreie Umtauschaktion entstehen würden. In der Vergangenheit hat Apple bei den "Antennengate" und "Batterygate" genannten Vorgängen noch wesentlich kulanter gehandelt.

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