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Mobilfunk in Deutschland

Vodafone will mit Beamforming Funklöcher schließen

von Robert Klatt •

Beamforming kann die Gesamtkapazität und die Down- und Uploadrate einzelner Nutzer pro Funkmast deutlich erhöhen.


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Wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) berichtet möchte Vodafone Deutschland in Zukunft Beamforming nutzen, um so Funklöcher auf dem Land und Kapazitätsengpässe bei großen Events zu vermeiden. Anfangs sollen rund 50 Gemeinden mit der Beamforming-Technologie abgedeckt werden, darunter zum Beispiel Greven im Kreis Steinfurt.

Hannes Ametsreiter, Deutschlandchef von Vodafone erklärte gegenüber der Zeitung, dass "die Vodafone Technikexperten mit schlauen Antennen jetzt gezielt die Netzversorgung auf dem Land, in den Haushalten und auf der Straße verbessern". Wie Ametsreiter erklärte soll die Kapazität der Mobilfunkmasten durch die Antennentechnologie bei gerichteten Übertragungen um den Faktor fünf gesteigert werden können.

Ametsreiter: "Außerhalb der Großstädte stehen Bürger in Nordrhein-Westfalen und in ganz Deutschland noch zu häufig auf dem digitalen Standstreifen."

Beamforming ist eine Technik, bei der Funksignale in die Richtung der Nutzer gebündelt werden. Die Kapazitäten und die Datenraten fallen so höher aus, als wenn die Funksignale wie üblich einfach kreisrund abgestrahlt werden. Nutzbar ist die Technik im 4G- und 5G-Mobilfunknetz.

Beamforming bei Fußball und Co.

Neben der Verbesserung auf dem Land möchte Vodafone die Technik auch bei Großveranstaltungen wie zum Beispiel Fußballspielen einsetzen, um so die Abdeckung zu verbessern.

Verwendet werden beim Beamforming 128 winzige Antennen, die auf einem kleinen Raum direkt beieinander installiert sind. Die aktive intelligente Antennentechnik soll immer selbstständig die beste Luftschnittstelle erkennen, die am effektivsten den jeweiligen Kunden erreichen kann. Es können so gezielt parallel sehr viele Kunden mit hohen Datenraten versorgt werden.

Erste Orte wurde von Vodafone bereits im Mai 2018 mit Beamforming ausgerüstet. Die nötige Hardware stammt vom schwedischen Netzwerkausrüster Ericsson. Insgesamt kann so sowohl die Datenrate im Upload als auch im Download einzelner Nutzer als auch die Gesamtkapazität pro Funkmast erhöht werden. Um die volle Kapazität von Beamforming ausnutzen zu können ist es jedoch nötig, dass die Funkmasten per Glasfaser oder Richtfunk mit dem Internet verbunden werden.

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