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Frequenzauktion

United Internet (1&1 Drillisch) will eigenes 5G-Mobilfunknetz aufbauen

von Robert Klatt •

Das Unternehmen verhandelt bereits mit ZTE über den Aufbau des Netzes, den das Unternehmen dann leasen würde.


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Laut einem Bericht der WirtschaftsWoche möchte auch United Internet bei der Versteigerung der 5G-Mobilfunkfrequenzen teilnehmen. Die drei bisherigen Netzbetreiber Vodafone, Telekom und Telefonica würden damit Konkurrenz durch ein viertes Unternehmen bei der Vergabe der Frequenzen erhalten. Als Quelle nennt die WirtschaftsWoche mehrere Partner des Unternehmens mit denen Firmengründer Ralph Dommermuth in den vergangenen Tagen bereits Vorverträge abgeschlossen hat. Die Kooperationspartner würden gemeinsam mit United Internet in ihren jeweiligen Großstädten den Ausbau des 5G-Netzes finanzieren.

Die offizielle Entscheidung soll laut United Internet erst kurz vor dem Bewerbungsschluss für die Teilnahme an der 5G-Frequenzauktion bekanntgegeben werden, den die Bundesnetzagentur für den 25. Januar festgelegt hat. Bevor United Internet an dem Verfahren teilnehmen kann muss noch der Aufsichtsrat des Unternehmens den ehrgeizigen Plänen zustimmen. 

Infrastruktur von ZTE

Sollte United Internet erfolgreich an der 5G-Frequenzauktion teilnehmen, würde das Unternehmen laut bisherigen Berichten die benötigte Netzwerkinfrastruktur vom chinesischen Unternehmen ZTE beziehen. Dommermuth soll bereits mit ZTE über den möglichen Großauftrag verhandeln. Geplant ist ein Leasingvertrag mit ZTE, der es United Internet ermöglichen würde die Infrastruktur zu nutzen, ohne selbst die enormen Kosten des Aufbaus auf einmal stemmen zu müssen. Ein Unternehmenssprecher erklärte, dass "1&1 Drillisch mit allen namhaften Netzwerkausstattern gesprochen hat". Mit zwei chinesischen Unternehmen sind die Verhandlung kurz vor dem Abschluss. Neben ZTE ist damit aller Wahrscheinlichkeit nach Huawei gemeint.

Erleichterte Auflagen für den Neueinsteiger

United Internet erklärte außerdem, dass das Unternehmen auch dann an der Auktion teilnehmen möchte, wenn die Pflicht zum nationalen Roaming nicht umgesetzt wird. Als Neueinsteiger hätte United Internet den Vorteil erleichterte Auflagen für den Erhalt von 5G-Frequenzen zu erhalten. Das Unternehmen müsste somit bis Ende 2023 nur 25 Prozent aller Haushalte in Deutschland mit mindestens 100 Mbit/s versorgen. Bis 2025 müsste das Unternehmen 50 Prozent der Haushalte versorgen. Vodafone, Telefonica und die Telekom müssten bis Ende 2020 98 Prozent aller Haushalte mit mindestens 100 Mbit/s versorgen.

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