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Samsung & Apple

Studie zeigt starkes Wachstum bei Refurbished-Smartphones

von Robert Klatt •

Gebrauchte Smartphones werden immer wichtiger. Im vergangenen Jahr lag der Marktanteil bei rund 10 Prozent was 140 Millionen Geräten entspricht.


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Das Marktforschungsunternehmen Counterpoint Research aus Hong Kong beschäftigt sich mit Smartphones und anderen Bereichen der digitalen Welt. In ihrer aktuellen Analyse die den Namen „The Surprising Growth of Used Smartphones“ trägt, stellen die Analysten ihre Ergebnisse vor. Besonders das “überraschende Wachstum” von Refurbished-Smartphones hat im vergangenen Jahr dafür gesorgt, dass der Absatz fabrikneuer Geräte weltweit gesunken ist. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahm hingegen der Absatz generalüberholter Geräte um rund 13 Prozent zu.

Gebrauchtes iPhone statt Billig-Android

Die Analysten sehen dafür vor allen die langsameren Innovationszyklen als Grund. Laut ihrer Analyse ist inzwischen “ein zwei Jahre altes Flaggschiff-Modell bei Design und Funktion vergleichbar mit den jüngsten Mittelklasse-Smartphones.” Der Markt für neue Mittelklasse-Geräte wird daher zunehmend durch gebrauchte High-End-Hardware eingenommen. Den größten Anteil daran hat Apple, die über ihre Webseite wiederaufbereitete iPhones verkaufen. In Deutschland sind aber auch Samsung-Geräte wichtig, die jedoch nur über Drittanbieter wie reBuy vertrieben werden.

Apple und Samsung teilen sich 80 Prozent des Umsatzes

Laut der Analyse von Counterpoint sind Apple und Samsung für drei Viertel der wiederverkauften Smartphones verantwortlich. Die beiden Unternehmen tragen damit 80 Prozent des Umsatzes, wobei Apple mit “signifikanter Spanne” vor Samsung liegt.

Refurbished-Smartphones stellen damit den am schnellsten wachsenden Bereich im Smartphone-Geschäft dar. Am meisten Gebrauchtgeräte konnten in den USA und Europa an den Mann gebracht werden. Insgesamt wurden 2017 140 Millionen Refurbished-Smartphones verkauft. Das entspricht circa 10 Prozent aller Smartphone-Verkäufe. Counterpoint geht davon aus, dass in diesem Bereich weiterhin mit starkem Wachstum zu rechnen ist.

Dies liegt laut den Marktforschern auch den Initiativen der Hersteller, Netzbetreibern und Händlern, die gebraucht Geräte in Zahlung nehmen, um so Kunden den Zugang zu neuen Smartphones der Spitzenklasse zu erleichtern. Apple kann von diesem Geschäftsmodell doppelt profitieren. Der Hersteller setzt durch die Inzahlungnahme mehr neue iPhone ab und verdient an den wiederaufbereiteten Smartphones beim erneuten Verkauf ein weiteres Mal.

Neben den Refurbished-Smartphones fällt es insbesondere bei Apple auf, dass der Hersteller auch in die Jahre gekommene Modelle weiterhin anbietet. Der Konzern möchte so Käufer ansprechen, die ein neues Smartphone wollen, die aber gleichzeitig nicht bereit sind die hohen Preise der absoluten High-End-Geräte zu zahlen. Das bereits 2015 auf den Markt gekommene iPhone 6s wird weiterhin als Neugerät vertrieben. Der Preis liegt aber immer noch bei über 500 Euro.

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