bluebit

Schnellere Sicherheitsaktualisierungen

Smartphones der Telekom in Zukunft ohne Bloatware

von Robert Klatt •

Smartphones der Telekom in Zukunft ohne Bloatware

Original Firmware statt Modifikation – Die Telekom möchte in Zukunft Sicherheitsupdates und Aktualisierungen schneller verbreiten.


0 Kommentare

Bisher ist es bei den meisten Mobilfunkanbietern gängig, dass Smartphones mit speziell angepasster Firmware und vorinstallierten Programmen ausgeliefert werden. Die Deutsche Telekom hat nun angekündigt in Zukunft aus diese sogenannte Bloatware zu verzichten. Smartphones sollen so schneller Sicherheits- und Betriebssystemupdates von den unterschiedlichen Herstellern erhalten. Die Konkurrenten des Bonner Konzern O2 und 1&1 sind diesem Schritt schon vor der Einführung des Samsung Galaxy S8 gegangen. Sowohl das Samsung Galaxy S8 und Note 8 werden bei den beiden Konkurrenzfirmen mit der Original-Firmware von Samsung ausgeliefert.

Bisher modifizierte Firmware

Die bisher von der Telekom vertriebenen Smartphones verfügten über eine modifizierte Firmware, die es dem Netzbetreiber ermöglicht hat „nützliche Anwendungen für den Mobilfunkkunden bereitzustellen“. Zum Ärger vieler Kunden, die die vorinstallierten Apps störend fanden, war es nicht möglich die Bloatware zu entfernen. „Allerdings blieb die individuelle Anpassung der Anwendungen auf dem Gerät aus, da das nachträgliche Löschen der vorinstallierten Anwendungen nicht möglich war.“

Ganz auf eigene Apps will die Telekom jedoch auch in Zukunft nicht verzichten. Kunden die ein neues Smartphone einrichten bekommen während des Vorgangs oder danach weiterhin die Telekom-App zur Auswahl angezeigt. Die Einrichtung ist aber optional.

Schnellere Sicherheitsupdates

Der größte Vorteil eines Smartphones mit nicht modifizierte Firmware liegt in den wesentlich schnelleren Aktualisierungen und Sicherheitsupdates. Bei modifizierten Smartphones müssen Updates des Betriebssystems häufig erst angepasst werden damit sie installiert werden können. Wichtige Sicherheitsupdates werden so oft um Wochen verzögert. Einige Provider stellen Updates aufgrund des großen Anpassungsaufwands gar nicht zur Verfügung. Exemplarisch ist dies beim Samsung Galaxy S6 zu sehen. Das Smartphone hat bei der Telekom 24 Updates erhalten, bei Congstar und Vodafone immerhin noch 22 und bei O2 lediglich 19. Weit abgeschlagen liegt 1&1 die nur 10 Updates für ihre Kunden angepasst haben.

0 Kommentare

Kommentar verfassen