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Einsatz im Galaxy S10?

Samsung stellt neues Smartphone-Akku auf Graphen-Basis fertig

von Robert Klatt •

Samsungs neuer Graphen-Akku soll in nur 15 Minuten geladen werden können. Auch die Kapazität soll rund 30 Prozent höher liegen.


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Samsung hat kürzlich per Twitter bekanntgegeben, dass die Entwicklung ihres neues Smartphone-Akkus auf Graphen-Basis fertiggestellt ist. Smartphones mit dem neuen Graphen-Akku können in unter 15 Minuten vollständig geladen werden. Auch die Kapazität liegt rund ein Drittel höher als bei bisherigen Akku-Technologien.

Branchenkenner vermuten, dass der neue Akku schon Anfang des kommenden Jahres im Samsung Galaxy S10 verbaut werden wird. Der neue Akku könnte außerdem Samsung dabei helfen seinen Ruf wieder aufzupolieren, der durch die in Brand geratenen Akkus der Samsung Galaxy Note 7 deutlich gelitten hat. Auch beim aktuellen Samsung Galaxy Note 9 soll ein Akku kürzlich für einen kleinen Handtaschenbrand in einem New Yorker Aufzug gesorgt haben.

Kathode und Anode aus Graphen

Als wichtigste Komponente des neuen Akkus wird weiterhin Lithium eingesetzt. Teile der Kathode und Anode werden jedoch aus Graphen gefertigt. Dies soll laut Samsung nicht nur verhindern, dass erneut Akkus aufgrund zu hohen Temperaturen Feuer auslösen, sondern auch die Energiedichte erhöhen und die Ladevorgänge deutlich beschleunigen. In der ersten Version der Graphen-Akkus wird von 28 Prozent höher Energiedichte berichtet, weitere Entwicklungsschritte könnte dies jedoch noch deutlich steigern. Außerdem ist positiv anzumerken, dass die Lebensdauer der Akkus deutlich höher liegt, da die Kapazität deutlich langsamer abnimmt.

Marktreife und Preis

Angemeldet wurde das Patent vom Samsung erst im letzten Jahr. Ob sich die Gerüchte über den Einsatz im kommenden Samsung Galaxy S10 bewahrheiten oder ob der Akku doch erst später auf den Massenmarkt kommt ist trotz der anhaltenden Gerüchte noch offen. Dies liegt vor allem daran, dass die Produktion für den neuen Akku noch deutlich angepasst werden müsste.

Analysten sind außerdem über die hohen Kosten der Graphen-Akkus besorgt, da der atomdicke Kohlenstoff ein sehr teures Material ist, der selbst bei High-End-Smartphones den Preis zu sehr in die Höhe treiben könnte.

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