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Crowdfunding via Kickstarter

Openbook möchte offene und werbefreie Facebook-Alternative schaffen

von Robert Klatt •

Das Finanzierungsziel auf Kickstarter wurde bereits erreicht. Das Projekt soll die Mobile-App ab Anfang 2019 für erste Nutzer bereitstellen.


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Facebook ist in den letzten Monaten vor allem durch den Datenskandal um Cambridge Analytica und andere negative Nachrichten in der Presse aufgetaucht. Das soziale Netzwerke auch anders seien können, möchten die Entwickler von Openbook mit ihrem Projekt nun beweisen. Openbook soll sich in grundlegenden Punkten von Facebook unterscheiden. Ein Nutzertracking, Werbung und andere Überwachungsfunktionen soll es laut den Machern nicht geben. Stattdessen setzt Openbook auf Open-Source-Software und regelmäßige Audis externer Sicherheitsexperten, die die Sicherheit der Plattform und damit der Nutzerdaten garantieren sollen.

Finanzierung über Kickstarter

Der erste Finanzierungsrunde des ehrgeizigen Projekts auf Kickstarter ist leider gescheitert, da das Finanzierungsziel nicht erreicht werden konnte. Openbook hat deshalb einen neuen Finanzierungsversuch gestartet bei dem 30.000 Euro eingesammelt werden sollen. Obwohl noch 18 Tage verbleiben hat das Projekt derzeit schon fast 31.000 Euro über Kickstarter eingenommen.  Das ursprüngliche Ziel der ersten Kickstarter-Kampagne lag noch 100.000 Euro, die jedoch mit „nur“ 45.000 erreichten Euro deutlich unterschritten wurden.

Die Reduzierung der Finanzierungssumme konnte laut den Betreibern von Openbook durch die Beseitigung von Fehlern der ersten Kampagne erfolgen. Außerdem haben die Macher mehr private Mittel für die Entwicklung zur Verfügung gestellt. Die 30.000 Euro von Kickstarter sollen zusammen mit dem privat investierten Geld ausreichen, um die Entwicklung mindestens sechs Monate aufrechtzuhalten.

Einfacher Wechsel

Ein Wechsel zu Openbook soll laut den Entwickler durch zahlreiche Importmöglichkeiten einfach sein. Nutzer können von unterschiedlichen anderen Netzwerken, die Openbook aber nicht namentlich benennt, ihre Inhalte, Chats, Videos und Bilder importieren.

Die Finanzierung soll vollständig auf Werbung verzichten. Stattdessen setzt Openbook auf die eigene Währungs „Tips“ (Trinkgeld) mit der Nutzer freiwillig besonders gute Beiträge belohnen können. Da so allerdings nur die Ersteller der Beiträge und nicht Openbook selbst Geld verdienen können, ist es noch unklar, wie das soziale Netzwerk selbst Kosten für die Entwicklung und den laufenden Betrieb decken möchte. Die Kickstarter-Kampagne gibt zu diesem wichtigen Punkt keine Auskunft. Möglicherweise ist Openbook also im Gegensatz zu Facebook kostenpflichtig.

App mit höchster Priorität

Laut der Beschreibung der Kickstarter-Kampagne soll als Erstes die Entwicklung der App erfolgen. In der ersten Kampagne hieß es noch, dass mit der Webversion begonnen wird. Sollte die Finanzierung deutlich überschritten werden, ist allerdings auch als Stretch Goal eine Webversion des sozialen Netzwerks geplant.

Spender erhalten ab 5 Euro einen Openbook-Zugang vor dem offiziellen Launch. Sie sollen Openbook ab dem kommenden März 2019 nutzen können. Die Kampagne auf Kickstarter sammelt noch bis Anfang September 2018 Spenden ein.

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