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Project Natick

Microsoft Unterwasser-Serverfarm mit Webcams ausgestattet

von Robert Klatt •

Microsoft hat im kalten schottischen Meer einen Container mit Servern versenkt, der sich nun über zwei Webcams live beobachten lässt.


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Microsoft hat vor wenigen vor den schottischen Orkney-Inseln eines der ersten Unterwasser-Rechenzentren versenkt. Der Container beherbergt seitdem 864 Server, die durch das kühle Meerwasser gekühlt werden. Das Unternehmen möchte so herausfinden, ob derartige Rechenzentren auch in der Praxis funktionieren. Sollte das Experiment erfolgreich verlaufen, könnten weitere Container folgen. Microsoft aber auch andere große Internetunternehmen wie Google, Amazon und Co. haben besonders mit der hohen Abwärme ihrer Rechenzentren zu kämpfen, auf die in vielen Gebieten ein Großteil der Betriebskosten entfällt.

Live Webcams zeigen Container und Fische

Nun hat Microsoft vermutlich aus Marketing-Gründen noch zwei Webcams installiert, die das Project Natick im Betrieb zeigen. Bisher scheint das Projekt von den Fischen und anderen Meeresbewohner problemlos akzeptiert worden zu sein, was zumindest die große Anzahl an Fischen vor der Webcam vermuten lässt.

Das Experiment soll noch rund fünf Jahre andauern. Aktuell befinden sich große Rechenzentren zwar oft in der Nähe des Meeres, um das vorhandene kalte Wasser zur Kühlung zu nutzen, kommerzielle Rechenzentren im großen Stil unter Wasser gibt es aber noch nicht. Microsoft möchte das neu gewonnene Wissen dazu nutzen, später auch große Anlagen unter Wasser betreiben zu können.

Als einzige Verbindung zum Land hat das Project Natick lediglich ein Kabel, über das sowohl Strom als auch Daten fließen. Problematisch dürften daher vor allem eventuell Hardwareausfälle sein, die sich aufgrund des Standorts kaum beheben lassen. Bisher ist es jedoch für die Technik und auch für die Umwelt zu keinerlei Problemen gekommen.

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