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Künstliche Intelligenz

Microsoft kauft Semantic Machines um Cortana zu verbessern

von Robert Klatt •

Die Übernahme bringt neues Wissen im Bereich KI und Sprachsteuerung zu Microsoft. Die Technologie soll in verschiedenen Microsoft-Produkten genutzt werden.


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Microsoft kann aktuell im Bereich der digitalen Assistenten noch nicht mit den Konkurrenzprodukten von Amazon und Google mithalten. Um den Rückstand von Cortana abzubauen hat der Konzern nun das Unternehmen Semantic Machine übernommen. Semantic Machine ist im kalifornischen Berkeley angesiedelt. Das Unternehme hat das Ziel Technologien zu entwickeln, die es Menschen ermöglichen sich mit Maschinen so zu unterhalten als ob sie mit anderen Menschen reden würden. Dazu hat das Unternehmen einen neuen Ansatz entwickelt, der Dialogfunktionen mit künstlicher Intelligenz verknüpft.

Kompetenzzentrum für Dialog-KI

Microsoft plant das übernommene Unternehmen am alten Firmensitz in Berkeley zu einem Kompetenzzentrum für Dialog-KI auszubauen. Das gesamte Team wechselt mit der Übernahme von seinem alten Arbeitgeber zu Microsoft. Die Kernaufgabe des Teams bleibt weiterhin die Entwicklung neuer Möglichkeiten mit denen Menschen und Computer sprechen können. Microsoft möchte diese Möglichkeiten in Zukunft nutzen, um Kunden eine möglichst natürliche Möglichkeit zur Sprachsteuerung von Maschinen zu geben.

Neben dem digitalen Assistenten Cortana soll die Technologie bei marktfreie auch für den sozialen Chatbot Xiaoice genutzt werden. Beide Systeme sollen in Zukunft mit Menschen sprechen können, ohne dass sie bemerken mit einer Maschine und nicht mit einem realen Menschen zu reden. Derzeit benötigten alle digitalen Assistenten noch eine feste Befehlsstruktur, die die Kommunikation deutlich anders ablaufen lässt als mit einem menschlichen Gesprächspartner. Weicht der Nutzer von der vorgegeben Struktur ab wird die Frage in den meisten Fällen von den aktuell verfügbaren digitalen Assistenten nicht verstanden und muss somit anders formuliert werden.

Microsoft kauft Semantic Machines wegen KI-Wissen

Microsoft möchte durch das von Semantic Machines erworbene Wissen dieses Hindernis bei der Bedienung von Computern per Sprache abbauen. Die Leitung von Semantic Machines wird durch Spezialisten aus dem Bereich Sprachsteuerung und der künstlichen Intelligenz gestellt, die zu Pionieren dieser Bereich gehören. Dan Roth, CEO und Mitbegründer des Unternehmens ist bereits seit 1995 im Bereich Sprachsteuerung aktiv. Zuvor hat er bereits das Unternehmen Voice Signal Technologies gegründet. Voice Signal Technologies wurde 2007 vom Unternehmen Nuance gekauft, das zu den weltweit führenden Anbietern von Sprachsteuersystemen gehört.

Neben Dan Roth gehört auch Larry Gillick zu den Mitgründern von Semantic Machines. Gillick der früher bei Dragon ebenfalls im Bereich Sprachsteuerung aktiv war, arbeitete an der damals führenden Diktatsoftware mit. Es war außerdem bei Apple in leitender Position für die Entwicklung der Sprachsteuerung von Apples Siri tätig. Bei Semantic Machines ist Gillick CTO (Chief Technology Officer).

Auch der dritte Mitgründer Dan Klein hat große Erfahrung im Bereich der Sprachsteuerung. Er leitet die Forschungs- und Entwicklungsabteilung des nun von Microsoft übernommenen Unternehmens. Neben seiner Tätigkeit bei Semantic Machines ist Klein noch Professor an der Berkeley-Universität und einer der weltweit renommiertesten KI-Forschern.

Den Kaufpreis und weitere Details zur Übernahme hat Microsoft in der Bekanntgabe nicht veröffentlicht.

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