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Nina soll vor Unwettern warnen

Katastrophenschutz-App Nina warnt vor Gefahren

von Dennis Lenz •

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe möchte die Bevölkerung mit der App Nina vor Gefahren warnen.


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Starke Unwetter und Sturzfluten können auch in Deutschland Menschen gefährden und große Schäden verursachen. Um Menschen vor Gefahren die unerwartet auftreten zu warnen, hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe die App Nini veröffentlicht.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) geht aufgrund des Klimawandels auch in Deutschland von immer extremeren Wetter aus wie beispielsweise Sturmfluten. BBK Präsident Christoph Unger sagte gegenüber der Deutschen-Presse-Agentur in Bonn: "Dieses Risiko wächst, deswegen sind wir als Bevölkerungsschützer gefragt.“ Des Weiteren erklärte Unger, dass es in der Vergangenheit schon mehrfach Sturzfluten an völlig unerwarteten Orten in Deutschland gab. Als Beispiele nannte er unteranderem Regionen in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Zum Schutz der betroffenen Bewohner dieser Regionen sei wichtig, bei kurzfristig auftretenden Gefahren schnelle Warnungen und Handlungsempfehlungen zu verbreiten. Unger sagte zu den Journalisten: "Das ist eine neue Herausforderung. Aber mit unserem System – etwa mit der App – können wir dem begegnen.“

Das Kürzel Nina der vom BBK entwickelten App steht für „Notfall-Informations- und Nachrichten-App“. Die Daten der App stammen aus demselben satellitengestützten Warnsystem, das auch von Radiosendern zur Versorgung mit offiziellen Daten eingesetzt wird. Deutschland selbst warnt aufgrund seiner gesetzlichen Zuständigkeiten nur bei großen Gefahren die die gesamte Nation bedrohen zum Beispiel einem Raketenangriff. Nina soll vor allem dazu dienen vor kleineren lokalen Gefahren zu warnen. Das BBK überlässt Nina aus deshalb auch anderen Katastrophenschutzbehörden, die die App zur Warnung bei Unwetter, Hochwasser oder einer Bombenentschärfung nutzen können.

Die Nutzerzahl der App lag laut Angaben des BKK Anfang des Jahres bei 1,25 Millionen, inzwischen ist sie auf 2,2 Millionen Nutzer angestiegen. Andere Warn-Apps wie Katwarn oder Biwapp haben eine deutlich kleinere Nutzerbasis.

Nina wurde im September bereits in der Praxis eingesetzt, um Verbraucher im Zusammenhang mit der Erpressung mehrerer Lebensmittel- und Drogeriemarktketten vor vergifteten Produkten zu warnen. Unger fügte hinzu: "Das ist eigentlich eine polizeiliche Lage.“ Das Beispiel macht deutlich, dass die App und das Warnsystem durch die Zusammenarbeit des BBK mit anderen Behörden für einen umfassenden Schutz sorgen kann.

Unger sagte, dass über einen Einsatz der App bei der Bundestagswahl ebenfalls nachgedacht wurde. "Der Bundeswahlleiter hatte uns in der Vorbereitung zur Bundestagswahl auch gebeten, das System zur Verfügung zu stellen, um bei befürchteten Manipulationen der Wahl sehr schnell seriöse Informationen verbreiten zu können."

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