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Data Transfer Project

Google, Microsoft, Facebook, Twitter wollen Datenaustausch erleichtern

von Robert Klatt •

Das Projekt soll sicheren und automatisierten Datenaustausch zwischen Profilen eines Nutzers bei verschiedenen Diensten ermöglichen.


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Internetnutzer sollen dank des kürzlich vorgestellten quelloffenen „Data Transfer Project“ in Zukunft zwischen verschiedenen Diensten leichter ihre eigenen Daten austauschen können. Bisher haben Google, Twitter, Microsoft und Facebook bekanntgegeben an der Kooperation teilzunehmen. Das Projekt befindet sich noch in einem sehr frühen Entwicklungsstatus. Der Datenaustausch erfolgt ohne vorherigen Download auf den Computer der Nutzer. Es bestehen jedoch Ähnlichkeiten zu Googles Takeout, das jüngst in "Download Your Data" unbenannt wurde. Der Google Dienst erlaubt es schon jetzt Daten zwischen den Cloud-Diensten Google Drive, MS OneDrive und Dropbox auszutauschen, ohne die Daten vorher lokal herunterladen zu müssen.

Technik von Microsoft und Google

Der offizielle Start des Projekts war bereits im vergangenen Jahr. Erstmals öffentlich erwähnt wurde es jedoch erst im Mai 2018 von Google in einem Blogbeitrag, der sich auf Vorbereitungen auf die Datenschutzgrundverordnung der Europäischen Union bezieht. Technisch federführend sind Microsoft und Google, die den Großteil der Entwicklung gestemmt haben. Facebook und Twitter kamen erst später hinzu. Das Projekt setzt sich aus drei Komponenten zusammen. Der Datenzugriff erfolgt über bereits vorhandene APIs und wird über Authentifizierungsmechanismen wie beispielsweise OAuth abgesichert. Anschließend werden die Daten durch eine „Adapter“ in ein standardisiertes Format konvertiert, dass von allen teilnehmenden Diensten gelesen werden kann. Diese Datei wird an die von den Nutzern ausgewählten Plattformen übertragen.

Datenschutz im Mittelpunkt des Projekts

Alle teilnehmenden Unternehmen sprechen, vermutlich auch weil der Facebook Datenskandal noch im Bewusstsein der Nutzer ist, davon, dass das kommende Projekt Datenschutz und Privatsphäre im Fokus hat. Bevor eine Datenübertragung zwischen den jeweiligen Diensten erfolgen kann, müssen die Nutzer diesen Austausch erst bei jedem Account einzeln verifizieren. Außerdem werden die Daten nur mit einer auf Perfect Forward Secrecy basierenden Verschlüsselung übertragen. Die einzelnen Unternehmen können außerdem freiwillig weitere Sicherheitsmechanismen implementieren. Nutzer die an der Sicherheit des Dienstes zweifeln, haben die Möglichkeit den Quellcode einzusehen. Das Projekt wird dafür per GitHub verwaltet. Um die Wichtigkeit der Privatsphäre und des Datenschutzes weiter zu unterstreichen, betonen die Firmen diesen Punkt in ihrem Whitepaper besonders. 

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