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Fitnesstracker von Polar zeigen geheime Position von Soldaten
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Datenschutz-Albtraum

Fitnesstracker von Polar zeigen geheime Position von Soldaten

von Robert Klatt •

Die öffentlich einsehbaren Daten zeigen die Standorte geheimer Militärbasen. Außerdem zeigen sie auch die Heimadressen der dort stationieren Personen.


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Vor einigen Monaten ist bereits der Fitnesstracker-Anbieter Strava negativ aufgefallen, da sich durch die online einsehbaren Routen Soldaten orten ließen, die sich beispielsweise in abgelegenen Wüsten befunden haben. Nun ist auch dem finnischen Unternehmen Polar mit ihren Fitnesstrackern ein ähnliches Datenschutz-Desaster passiert, bei dem erneut geheime Militärstandorte weltweit aufgedeckt wurden. Das Unternehmen hat die Internetseite auf der die fraglichen Daten einsehbar waren offline genommen, bevor die Investigativreporter von Bellingcat und die niederländische Zeitung De Correspondent Berichte darüber veröffentlich haben. Nur auf Basis der öffentlichen Daten von Polar konnten die Journalisten rund 6.500 Personen identifizieren, die in der Nähe von Militärstandorten einen Fitnesstracker des Unternehmens genutzt haben. Laut den Reportern wurden im Vergleich zum Strava-Vorfall mehr kritische Daten gefunden.

Öffentliche Karte zeigt Militärbasen

Laut dem Bericht der Reporter konnten auf dem Angebot „Flow“ von Polar bis Freitag auf einer Karte Laufrouten von Nutzern der Fitnesstracker eingesehen werden. Vermehrte Aktivitäten in eigentlich kaum bewohnten Gebieten deuten darauf hin, dass sich dort vermutlich eine geheime Militärbasis befindet. Außerdem konnten einzelne Personen auf der inzwischen nicht mehr abrufbaren Karte ausgewählt werden, um so einzusehen welche Routen sie nutzen. So kann zum Beispiel auch der Weg von ihren üblichen Jogging-Strecken direkt zu ihrer Wohnung online eingesehen werden.

Standorte im Irak und Afghanistan durch Fitnesstracker aufgedeckt

Im Vergleich zu den Daten von Strava und Garmin sind die Daten die bei Polar öffentlich einsehbaren deutlich umfangreicher und einfacher zu überblicken. Über die Karte konnte ein beliebiger Ort geöffnet werden über den dann die Trainingsdaten aller Personen angezeigt wurden, die dort jemals aktiv waren. Anschließend konnte die gesamte Trainingsgeschichte einer beliebigen Person so eingesehen werden. Den Journalisten ist es so gelungen unteranderem eine Militärbasis in Afghanistan und im Irak ausfindig zu machen.

Wohnadressen der Soldaten rekonstruierbar

Geheime militärische Informationen können so ohne großen Aufwand auch von Feinden bequem über das Internet gewonnen werden. Da der Funktionsumfang der Polar-Karte noch umfangreicher ist als bei Strava, können aus den Daten auch die Wohnadressen der aktuell im Ausland stationierten Soldaten rekonstruiert werden. Dies ist besonders kritisch, da ein Teil der Nutzer nicht nur ihre Laufrouten bei Polar hinterlegt haben, sondern auch ihren Facebook-Account und andere persönliche Daten dort hinterlegt sind.

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