bluebit

Project Erasmus

Ex-Apple-Entwickler entwickelt neue iPhone Nutzeroberfläche

von Robert Klatt •

Das neue User-Interface passt Bedienelemente anhand der Umgebung an. Die Oberfläche soll so plastischer und wie physisch vorhanden wirken.


0 Kommentare

Bis zu seinem Ausscheiden bei Apple gehörte Bob Burrough zu den Spitzenentwicklern des Konzerns. Er arbeitete dort rund sieben Jahre vor allen am Betriebssystem für das iPad und das iPhone. Der ehemalige Software-Development-Manager hat nun sei eigenes Projekt vorgestellt, das auf den Namen 'Erasmus' hört. Es handelt sich dabei um ein alternatives User-Interface, das laut Burrough "die Smartphone-Oberfläche revolutionieren soll".

Die Idee dahinter, die Burrough in einem Video präsentiert, ist relativ einfach. Das komplett User-Interface passt sich den Lichtverhältnissen in der Umgebung automatisch an. Es soll dadurch plastischer wirken und so eine bessere Bedienbarkeit des Smartphones ermöglichen. Im Video ändert sich beispielsweise die Beleuchtung und der Schatten der Smartphone-Oberfläche, wenn das Gerät unter eine Lampe gehalten wird. Dank des Echtzeitrenderings der Benutzeroberfläche sollen so UI-Elemente wie physisch vorhanden wirken.

Frontkamera mit Fischauge

Zusätzlich zur Software hat Burrough noch die Hardware des verwendeten iPhones modifiziert. Um ein umfassendes Bild der Umgebung er erhalten wurde Frontkamera um ein Fischauge- Weitwinkelobjektiv von Olloclip ergänzt.

Derzeit handelt es sich bei der neuen Benutzeroberfläche nur um ein Proof of Concept. Einige "Feautes" lassen derzeit auch noch an der praktischen Nutzbarkeit zweifeln. Im Demovideo wird zum Beispiel die Nutzeroberfläche komplett dunkel, wenn das Smartphone sich in einem dunklen Raum befindet, was eine Nutzung unmöglich macht.

Wie es mit der Entwicklung des Project Erasmus weitergehen wird ist noch unklar. Laut Burrough befindet sich das Projekt noch im Konzeptbereich. In Zukunft soll vor allen die Software angepasst werden, um das alternative User-Interface auch mit iPhones nutzbar zu machen, die nicht über das Fischauge-Objektiv verfügen. In neuen Modellen könnte alternativ die Face-ID-Gesichtserkennungssensor (True Depth) genutzt werden, um die Umgebung abzutasten.

0 Kommentare

Kommentar verfassen