bluebit

Jan Pedersen

eBay will Einkaufserlebnis mit Künstlicher Intelligenz verbessern

von Robert Klatt •

Das Online-Auktionshaus investiert groß in den Bereich KI. Dazu wurde ein führender Experte von Twitter abgeworben, der die neue Abteilung leiten wird.


0 Kommentare

In einer Pressemitteilung erklärte eBay am Dienstag, dass der von Twitter abgeworbene Experte für Künstlicher Intelligenz Jan Pedersen künftig als Vizepräsident und Chef-Wissenschaftler für Künstliche Intelligenz das Einkaufserlebnis verbessern soll. Dazu sollen unteranderem neue Lösungen entwickelt werden, die durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) die Bedienung weiter vereinfachen. Die Arbeit des Forschungsteams soll am 20. Februar beginnen. Der Fokus liegt auf den Bereichen Sprach- und Bilderkennung, Maschinenlernen und Datenanalyse und deren jeweilige Integration in die eBay Plattform.

Pedersen mit großer Erfahrung

Der neue Leiter der Forschungsabteilung bringt große Erfahrung im Bereich Datenanalyse und Künstlicher Intelligenz mit zu seinem neuen Arbeitgeber. Seine Karriere begann bei Xerox, danach war er mehrere Jahre als Chef-Wissenschaftler bei den Suchmaschinen AltaVista und Yahoo tätig, bevor er zum Amazon Tochterunternehmen A9 wechselte. Auch bei A9 beschäftige sich Pedersen mit der Entwicklung von Ranking-Algorithmen. Bevor er Anfang 2017 bei Twitter die Position des Vizepräsidenten für Datenwissenschaft bekleidete, wo er für den Bereich Machine Learning und Datenanalyse verantwortlich war, legte er 2009 noch einen Zwischenstopp bei Microsoft ein.

Pedersen war in der jüngeren Vergangenheit nicht der einzige hochkarätige Abgang bei Twitter. Vor kurzem hat auch Anthony Noto der ehemalige COO das Unternehmen verlassen. Mit Pedersen verliert Twitter nun den Kopf der KI-Abteilung.

KI zur Verbesserung des Einkaufs

Künstliche Intelligenz nimmt auch im Bereich eCommerce einen immer höheren Stellenwert ein. Um den Anschluss an Amazon und Co. Nicht zu verlieren, soll Pedersen nun bei eBay dafür sorgen, dass in diesem Bereich dringend benötigte Innovationen erfolgen. Das Online-Auktionshaus hat dazu kürzlich schon die noch ohne Pedersen entwickelte Suchfunktion "Find it on ebay" sowie die Bildersuche "Image Search" in die mobile App integriert. Die Bildersuche erlaubt es in einem Foto beispielsweise eine Jacke zu markieren und dann durch den Algorithmus analysieren zu lassen. In vielen Fällen wird dann das passende Produkte im eBay Sortiment gefunden.

Die dafür benötigte Technologie ist derzeit noch sehr komplex. Um möglichst genaue Ergebnisse zu liefern, kombiniert eBay eine intelligente Bilderkennung mit Deep-Learning-Algorithmen und Datenanalyseverfahren. Der Konzern erhofft sich durch diese Funktion einen Vorteil gegenüber dem derzeitigen Platzhirsch Amazon aufzubauen. Die Technologie wurde zu großen Teilen durch die Übernahme kleinere Unternehmen erworben. eBay kaufte dazu das Maschinenlernen Unternehmen ExpertMaker und Corrigon, die auf Bilderkennung spezialisiert waren. Pedersen soll nun die bereits vorhandenen Funktionen mit seinem Team weiter verbessern aber auch völlig neue Features entwickeln.

0 Kommentare

Kommentar verfassen