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Kryptowährung

Betrug? Bitcoin-Kursentwicklung Ergebnis massiver Manipulationen

von Robert Klatt •

Laut dem Finanzspezialisten Professor John Griffin wurde der Bitcoin-Kurs massiv manipuliert. Dies war für 50 Prozent der Wertsteigerung verantwortlich.


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Laut Wirtschafts-Professor John Griffin ist der massive Anstieg des Bitcoin-Kurses während der zweiten Jahreshälfte des vergangenen Jahres zum großen Teil durch massive Manipulationen des Marktes zustande gekommen. Das vielfach erwähnte Spekulationsfieber und die riesigen Summen die von Investoren in die Kryptowährung „gepumpt“ wurden sind somit nicht alleine der Grund für rapiden Anstieg der Marktkapitalisierung des Bitcoins.

John Griffin von der University of Texas ist darauf spezialisiert Kursmanipulationen zu untersuchen. Mit einem Team aus Studenten hat der Professor Millionen Transaktionen per Bitcoin analysiert. Das Team kam dabei zu dem Ergebnis, dass stets bei kritischen Momenten der Kursentwicklung vermehrt auffällige Transaktionen im beträchtlichen Umfang erfolgten. Unbekannte Großinvestoren haben so gezielt dafür gesorgt, dass der Kurs des Bitcoins entweder Anstieg oder sich stabilisierte.

Spuren in den Daten zu finden

Gegenüber dem US-Fernsehsender CNBC erklärte Griffin, dass "Betrug und Manipulationen oft Spuren in den Daten hinterlassen - und dass es schön ist, hier eine Blockchain zu haben, mit der diese sich nachvollziehen lassen". Laut dem Wissenschaftler soll ein Zusammenhang zwischen der Kryptowährung Tether und der Kursentwicklung des Bitcoins bestehen. Sobald der Bitcoin-Kurs deutlich anstieg, wurden große Mengen Bitcoin mit Tether gekauft, um so die Kursentwicklung wieder zu stabilisieren.

Muster wiederholt sich

Dass dies nicht nur in wenigen Fällen zufällig geschah, konnten die Wissenschaftler anhand eines auffälligen sich wiederholenden Musters belegen. Laut Griffin reicht ein einzelner Eingriff mit einer solchen Maßnahmen nicht aus, um den Kurs groß zu beeinflussen. Der regelmäßige und gezielte Einsatz sorgt jedoch dafür, dass die einzelnen kleinen Effekte in ihrer Summe eine große Wirkung erzielen können. Griffen erklärte, dass "ihre Forschung nahelegt, dass da kluge Leute das Interesse der Investoren in ihren eigenen Vorteil umgemünzt haben."

Die Studie des University of Texas ergab, dass es insgesamt um riesige Beträge ging. Laut den Berechnungen des Finanzspezialisten sollen während des ausgewerteten Zeitraums rund 50 Prozent der gesamten Kurssteigerung durch Manipulation verursacht worden sein. Auch bei kleineren Kryptowährungen wurden ähnliche Manipulationen gefunden, die für rund 64 Prozent der Wertsteigerung verantwortlich sind.

Manipulationen wie diese werden bei herkömmlichen Investments wie Aktien durch die Wirtschaftseinheit der Ermittlungsbehörden verfolgt. Da Kryptowährungen bisher aber keiner Aufsicht und keiner Regulierung unterliegen wird bei den nun entdeckten Manipulationen vermutlich aber keine Ermittlung erfolgen. Auch die Wissenschaftler haben lediglich die Manipulation an sich aber nicht die dafür verantwortlichen Personen aufgedeckt.

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