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Nutzung ohne Computer oder Smartphone

Autarke Oculus Quest VR-Brille für 400 Dollar vorgestellt

von Robert Klatt •

Das neue VR-Headset hat deutlich verbesserte Tracking-Funktionen. Leider wurde beim SoC nicht auf das Qualcomm Spitzenmodell zurückgegriffen.


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Facebook hat während seiner "Connect"-Entwicklerkonferenz in San Jose das Oculus Quest vorgestellt. Es handelt sich dabei um das erste eigenständige VR-Headset mit echter Hand-Tracking-Funktion. Nutzer des 400 Dollar teuren Headsets können VR-Welten über natürliche Hand-Bewegungen kontrollieren und beispielsweise so innerhalb eines Spiels eine Tür öffnen oder ein Objekt werfen. Erscheinen soll das neue VR-Headset im Frühling 2019.

Größe Unterschiede zum Oculus Go

Im Vergleich zum direkten Vorgänger Oculus Go, das mit rund 225 Euro Verkaufspreis deutlich günstiger war, bietet das neue Oculus Quest volles Raum- und Hand-Tracking. Das Oculus Quest kann sechs Achsen (6DOF) erkenne, also neben Kopfneigungen und Kopfdrehungen auch Beugungen nach vorne und hinten sowie Bewegungen im Raum. Das Oculus Go konnte lediglich drei Achsen (3DOF) tracken. Beim Hand-Tracking hat Oculus ebenfalls deutlich Fortschritte erzielt. Anstatt nur Bewegungen am Handgelenk zu erkennen, können die im Lieferumfang enthaltenen Controller des Oculus Quest freie Bewegungen im gesamten Raum erkennen. Das Headset nutzt zur Positionsbestimmung des Nutzers vier Weitwinkel-Kamera.

Die sonstige Hardware ist mit dem Oculus Go identisch. Beide VR-Headset teilen sich das selbe Display und die Optik. Die Auflösung liegt bei 1.600 x 1.440 Pixeln je Auge.

Laut einem Test der ct 12/2018 ist die Bildqualität die damit erreicht gut:

"Die Oculus Go kann in puncto Bildqualität und Sichtfeld problemlos mit High-End-PC-Headsets wie HTC Vive und Oculus Rift mithalten. Da ein konventionelles LC-Display statt eines OLEDs mit Pentile-Matrix zum Einsatz kommt, wirkt das Bild bei der Go sogar ein bisschen weniger pixelig."

Exklusivtitel im Star Wars Universum

Zum Release der VR-Brille erscheint ebenfalls der Exklusivtitel "Vader Immortal", der sich an Fans des Star Wars Universums richtet.

Während der Präsentation der VR-Brille hat Mark Zuckerberg angekündigt, dass die Grafikqualität der Oculus Quest mit dem Rift-Headset mithalten kann. Ob dies der Realität entspricht ist fraglich, da die Rift zur Berechnung ihrer VR-Welten einen leistungsstarken Gaming-Computer nutzen kann während der Oculus Go lediglich Smartphone-Komponenten zur Verfügung stehen. In der Oculus Go wurde ein Qualcomm Snapdragon 821 verbaut, die Oculus Quest kann auf einen Qualcomm Snapdragon 835 zugreifen. Aktuelle Premium-Smartphones nutzen seit längerem bereits den leistungsstärkeren Qualcomm Snapdragon 845. Wieso Facebook nicht den schnellsten erhältlichen Qualcomm SoC verbaut ist unklar.

Neben dem Star Wars Titel sollen auch einige Rift-Spiele für die Oculus Quest erscheinen darunter unteranderem Robo Recall, The Climb und Moss. Insgesamt sollen zum Release 50 Titel vorhanden sein.

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