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Blue Protocol

50 Prozent aller großen Kryptowährungen mit Sicherheitsmängeln

von Robert Klatt •

Möglicherweise handelt es sich bei der Nachricht jedoch nur um Werbung, da parallel zur Nachricht auch eine eigene Kryptowährung gelauncht wurde.


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Das Sicherheitsunternehmen Blue Protocol hat laut eigenen Angaben die 50 größten Kryptowährungen automatisiert auf Sicherheitsmängel untersucht. Die mehr als eine Million Tests pro Minuten führten ein erschreckendes Ergebnis zu Tage, da rund 50 Prozent der untersuchten Coins kritische Sicherheitsmängel aufweisen, die von Hackern ausgenutzt werden können. Edward Garrett, der CCO von Blue Protocol anschließend die betroffenen Marktplätze und Coins per Linkedin und E-Mail über die Entdeckungen informiert, damit dort entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. In den meisten Fällen soll er jedoch keinerlei Reaktion erhalten haben. Laut Garret sind einige Lücken so kritisch, dass Hacker das gesamte Guthaben der Coin-Inhaber übernehmen könnten. Möglicherweise handelt es sich der Sicherheitsuntersuchung jedoch auch nur um Werbung für den eigenen Coin des Unternehmens, der auf den Namen „Blue hört“ und ein „Sicherheit auf Weltklasseniveau“ bieten soll.

Werbung oder wirkliche Sicherheitslücken?

Da das Unternehmen keinerlei Details über die angeblich gefundenen Sicherheitslücken veröffentlicht hat und keine Liste der betroffenen Coins veröffentlicht wurden, kommt die Vermutung auf, dass Blue Protocol durch die Nachricht nur Aufmerksamkeit für die eigene Kryptowährung schaffen wollte. Das Unternehmen teilte jedoch per Twitter mit, dass auf eine Veröffentlichung verzichtet wurde, damit erst Updates für die Sicherheitslücken erstellt werden können, um so den Diebstahl der Guthaben durch Hacker zu vermeiden.

Inzwischen nimmt der Druck auf das Unternehmen die Liste zu veröffentlichen stetig zu, da die Anfragen von Twitter-Nutzern sich häufen. Investoren bieten außerdem um private Informationen, damit sie ihre Coins verkaufen können, bevor der erwartete Crash folgt. Blue Protocol hat jedoch beiden Anfragen per Twitter eine Absage erteilt.

Außerdem erklärt das Unternehmen, dass es lediglich daran interessiert ist die Wahrheit ans Licht zu bringen. Für den Verfall der Kurse der betroffenen Kryptowährungen sieht Blue Protocol nicht sich, sondern die Entwickler der Coins in der Verantwortung, da diese schließlich die Sicherheitsprobleme erst verursacht haben und das Sicherheitsunternehmen sie lediglich aufdeckt.

Trotzdem ist der aktuelle Veröffentlichungszeitpunkt mehr als ungünstig, da in den vergangenen Wochen viele kleinere Altcoins Kursverluste von rund 50 Prozent verzeichnet haben. Eine erneute negative Nachricht würde vermutlich einen Kurssturz quer durch alle Coins verursachen.

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