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Positional Error Signal

Wissenschaftler nutzen Festplattenvibrationen zum Abhören von Stimmen

von Robert Klatt •

Das Positional Error Signal in Festplatten kann in Kombination mit einer manipulierten Firmware zum Abhören von Stimmen genutzt werden.


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Laut einem Bericht des Magazins The Register haben Wissenschaftler der chinesischen Zhejiang Universität und der University of Michigan eine Methode entwickelt, die es ermöglicht gewöhnliche Festplatten zum Abhören von Stimmen zu nutzen. Ermöglicht wird dies durch kleinste Schwingungen der Platten, die bereits durch leise akustische Signale wie menschliche Stimmen erzeugt werden.

Details werden die Wissenschaftler auf dem zwischen dem 20. Und 22. Mai in San Francisco stattfindenden IEEE-Symposium für Sicherheit und Privatsphäre vor dem anwesenden Fachpublikum vorstellen.

"Unsere Forschung demonstriert, dass mechanische Komponenten in magnetischen Festplatten sich wie Mikrofone mit genug Präzision verhalten, um menschliche Sprache zu extrahieren und zu verarbeiten."

Schutz nur schwer möglich

Die laut den Wissenschaftlern nicht nur theoretische Angriffsmöglichkeit kann nur schwer verhindert werden. Da es sich um ein strukturelles Problem der Festplatten-Technologie handelt, könnten gegen den Hardwarefehler nur Veränderungen wie zum Beispiel ein zusätzlicher Festplattenkäfig helfen, da verhindert, dass Schallwellen für Schwingungen der Festplatte sorgen.

Positional Error Signal

Verwendet haben die Wissenschaftler zum Abhören der Stimmen das sogenannte 'Positional Error Signal', das eigentlich bei Vibrationen der Festplatte die Bewegung des Schreib-/Lesekopfes anpassen soll. Stattdessen wurde das Signal genutzt, um aus den erkannten Vibrationen die Stimmen der sich in der Nähe befindlichen Personen aufzuzeichnen. Dies war möglich, da die Wissenschaftler die Firmware der HDD gegen eine manipulierte selbst erstelle Version ausgetauscht haben.

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