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Modularität dank Magneten

Streacom Canvas Case vorgestellt (Gehäuse ohne Formfaktor)

von Robert Klatt •

Das ungewöhnliche Gehäuse verwendet statt Schrauben Magnete und erlaubt so eine freie Positionierung der Hardware. Einen Formfaktor gibt es nicht.


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Der Gehäuse-Produzent Streacom ist seit langem für seine ungewöhnlichen Entwicklungen bekannt. Vor wenigen Wochen hat er mit einem Teaser auf das sogenannten „Canvas Case“ aufmerksam gemacht, das nun vorgestellt wurde. Das Besondere am Canvas Case ist die praktisch grenzenlose Modularität, die es dank der Bausatzbauweise ermöglicht die Anordnung der Komponenten individuell zu gestalten. Befestigt werden die Komponenten nicht wie herkömmlich mit Schrauben, sondern mit Neodym-Magneten. Die Entwicklung des „was wäre, wenn ich mein eigenes Gehäuse entwerfen würde“ Konzepts wurde von Streacom in Kooperation mit dem bisher unbekannten Startup entwickelt. Maverick ist auf die Produktion von Computer-Teilen in hoher Qualität spezialisiert.

Streacom folgt mit dem Canvas Case der Entwicklung des Gehäusemarktes, der immer mehr zu modularen Produkten tendiert. Bei den meisten Konkurrenzprodukten ist die Modularität jedoch wesentlich schwächer ausgeprägt und beschränkt sich auf innere Bauteile wie den Festplattenkäfig. Laut Streacom soll das Canvas Case „die Gestaltungsmöglichkeiten auf eine neue Stufe heben“. Da es keine Schrauben gibt und die Neodym-Magnete eine völlig freie Platzierung von Komponenten erlauben, können die Nutzer frei entscheiden wie sie ihren PC aufbauen. Das Gehäuse kann so auch keinem Formfaktor zugeordnet werden.

Neodym-Magneten als Ankerpunkte

Die Neodym-Magneten können auf der Basisplatte freu platziert werden und bieten dann die nötigen Ankerpunkte, an denen die Hardware mit den üblichen Schrauben befestigt werden kann. Nach der Montage kann das Gehäuse mit zwei mitgelieferten Glasscheiben geschlossen werden. Alternativ kann es auch offen als Benchtable zum Testen von Hardware verwendet werden oder als Wandgehäuse aufgehängt werden.

Finanzierung per Crowdfunding

Derzeit existieren vom Canvas Case nur Prototypen, da sich das Gehäuse noch in der Konzeptphase befindet. Die an der Entwicklung beteiligen Unternehmen wollen während der Messe Computex in Taiwan Feedback gewinnen und dann nach der Messe entscheiden, ob eine Serienfertigung des Gehäuses wirtschaftlich sinnvoll ist. Sobald das Design finalisiert ist, soll die Finanzierung des Gehäuses über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo anlaufen. Sollten sich dort genügend Unterstützter finden, startet die Serienfertigung des Gehäuses.

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