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Höhere Farbtreue und Lichtempfindlichkeit

Samsung verbesserte Smartphone-Bilder mit Isocell Plus Technik

von Robert Klatt •

In Kooperation mit Fujifilm wurde eine neue Technologie entwickelt, die bei gleicher Sensorgröße eine höhere Lichtempfindlichkeit und Auflösung erlaubt.


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Während des aktuell stattfindenden Mobile World Congress Shanghai hat Samsung die sogenannte „Isocell Plus“ Technologie erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Der neue Bildsensor wurde in Kooperation mit dem japanischen Unternehmen Fujifilm entwickelt.

Laut Samsung soll Isocell Plus im Vergleich zu aktuellen High-End-Smartphone-Bildsensoren mehr Licht erfassen, was eine bessere Farbtreue und höhere Lichtempfindlichkeit zur Folge hat. CMOS-Sensoren müssen möglichst viel Licht beziehungsweise Photonen aufnehmen, die dann als Farbinformationen an die Fotodiode weitergegeben werden, um hochqualitative Fotos zu erzeugen. Bereits 2013 konnte Samsung einen deutlichen Qualitätssprung in der mobilen Fotografie erreichen, indem das Unternehmen die Isocell-Technologie einführte. Die nun fünf Jahre alte Technologie verhindert es, dass Farbübersprechen zwischen benachbarten Pixeln geschieht, indem eine physikalische Barriere zwischen ihnen geschaffen wurde. Dies erlaubt jedem Pixel mehr Licht aufzunehmen als zuvor verwendete rückseitig beleuchtete Bildsensoren (BSI).

Metallbarriere durch neues Material ersetzt

Bei der älteren Isocell Technologie wird die physikalische Barriere zwischen den Pixeln aus Metall konstruiert. Problematisch an der Nutzung von Metall ist, dass so das einfallende Licht reflektiert und absorbiert wird, was zu optischen Problemen führen kann. Samsung verwendet für die nun vorgestellte Icocell Plus Technologie ein neues Material, das Fujifilm entwickelt hat. Im Vergleich zur Metall-Barriere werden die Lichtreflexionen und somit die optischen Verluste minimiert.

Laut Samsung konnte die Lichtempfindlichkeit so um bis zu 15 Prozent gesteigert werden und auch die Farbtreue ist deutlich besser. Die Technologie soll in Bildsensoren mit 0,8 Mikrometern (µm) und kleineren Pixeln eingesetzt werden können, was sie zu einer optimalen Lösung für Smartphone-Kameras mit über 20 Megapixeln macht. Im derzeitigen Samsung Flaggschiff Galaxy S9+ wird ein 1/2,55 Zoll großer Sensor verbaut, der aus 12 Millionen 1,4µm großen Pixeln zusammengesetzt ist. Die neue Technologie würde bei derselben Sensorgröße 21 statt 12 Megapixel erlauben. Würde die Auflösung bei 12 Megapixeln bleiben, könnte Samsung die Pixelgröße auf 1,75µm erhöhen. Dies hätte eine wesentlich höhere Lichtempfindlichkeit zur Folge.

Ben K. Hur, Vice President of System LSI Marketing bei Samsung Electronics erklärte, dass „durch die enge Zusammenarbeit mit Fujifilm, einem Branchenführer in der Bild- und Informationstechnologie, die Grenzen der CMOS-Bildsensorik noch weiter verschoben wurden.“ Ob bereits im kommenden Galaxy Note 9 Isocell Plus verwendet werden soll hat Samsung noch nicht veröffentlicht.

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