bluebit

Mobilfunkverbindung nicht möglich

Necuno stellt OpenSource Smartphone mit KDE-Linux vor

von Robert Klatt •

Bei der Entwicklung wurde besonderer Wert auf die Sicherheit und den Datenschutz gelegt. Einen Preis und das Erscheinungsdatum gibt es bisher nicht.


0 Kommentare

OpenSource-Software und -Hardware nimmt bei Smartphones derzeit noch einen verschwinden geringen Anteil am Gesamtmarkt ein. Das finnische Start-up Necuno Solutions möchte dies in Zukunft mit einem kürzlich angekündigten Gerät ändern. Als Betriebssystem des bisher namenlosen Geräts wird Plasma Mobile verwendet, das von KDE entwickelt wird. Laut dem Hersteller soll es sich um eine "echte OpenSource-Plattform" handeln. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Sicherheit des Smartphones und dem besseren Schutz der Nutzerdaten.

Das Unternehmen erklärt auf seiner Webseite, dass es das "Ziel des Unternehmens ist die Daten der Nutzer sicher zu machen und ein hundertprozentiges OpenSource-Gerät von der Hardware bis zur Software anzubieten". Außerdem wird laut den Entwicklern "in der heutigen Welt die Privatsphäre und Informationssicherheit stark vernachlässigt". Die derzeit führenden iOS- und Android-Smartphones sind zwar nutzerfreundlichen, gehen aber dafür mit den persönlichen Daten der Besitzer nicht vorsichtig genug um. Necuno hingegen gibt an, dass das "Unternehmen die Daten der Nutzer nicht braucht, sondern dass es ihr Antrieb ist sie zu schützen".

Komponenten aus der Mittelklasse

Die verbauten Komponenten sind im Vergleich zu aktuellen Spitzen-Smartphones nicht mehr zeitgemäß. Der Prozessor i.MX6 Quad verfügt über vier ARM-Cortex-A9-Kerne und ist inzwischen veraltet. Die aktuelle i.MX8 Generation konnte leider aufgrund mangelnder offener Software nicht verbaut werden. Die integrierte Etnaviv-GPU verfügt in der aktuellen Version noch nicht über einen offenen softwarebeschleunigten Treiber.

Informationen zum Systemspeicher und zum Arbeitsspeicher sucht man auf der Webseite des Unternehmens vergeblich. Das Display ist 5,5 Zoll groß, die Auflösung ist ebenfalls unbekannt. Neben den üblichen Tasten für die Lautstärke und zum Ein/Ausschalten hat Necuno im Aluminium-Gehäuse noch eine zusätzliche frei programmierbare Taste integriert. Aufgeladen wird das Smartphone über einen Micro-USB-Port. Außerdem ist ein Klinkenstecker für Kopfhörer vorhanden.

Obwohl ein LTE-Modul verbaut ist soll das Smartphone zum Release noch nicht in der Lage seien sich mit Mobilfunknetzen zu verbinden. Wann diese essentielle Funktion nachgeliefert wird hat Necuno in den bisher veröffentlichten Daten nicht genannt. Auch über das genaue Erscheinungsdatum und den Preis schweigt das Start-up bisher.

0 Kommentare

Kommentar verfassen