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Microsoft verknüpft Windows-Computer und Smartphones enger

von Robert Klatt •

SMS, Benachrichtigungen und Fotos sollen dank der Your-Phone-App direkt auch auf dem Computer erscheinen. Dies soll die Arbeit auf beiden Geräten vereinfachen.


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Microsoft-Manager Joe Belfiore hat vor der heute stattfindenden Keynote auf der Microsoft-Entwicklermesse Build im Unternehmensblog neue Funktionen angekündigt, die Windows 10 und Smartphones enger verknüpfen sollen. Belfiore erklärte, dass das Konzern Kunden plattformübergreifend dort abholen möchte „wo sie sich grade befinden“. In der Praxis bedeutet dies, dass durch die bessere Vernetzung von Computern und Smartphones die Arbeit übergreifend zwischen den verschiedenen Systemen vorgesetzt werden kann.

Die neue Funktion soll bereits bald in einer Insider-Version von Windows 10 verfügbar sein. Die neue Verbindungsmöglichkeit kann dazu genutzt werden, um von Windows 10 direkt auf die SMS, Fotos und Benachrichtigungen eines Smartphones zuzugreifen. Dies vereinfacht Arbeitsschritte wie zum Beispiel das Editieren von Fotos, die dank der neuen Funktion per Drag & Drop am Computer genutzt werden können. Auch Samsung bietet für seine Smartphones mit der eigenen App SideSync bereits jetzt eine ähnliche Funktion. Dells Mobile Connect biete ähnliche Funktionen.

Laut einem Bericht des US-Magazins The Verge wird die Your-Phone-App von Microsoft sowohl für Android als auch iOS erscheinen. Dank der sehr offenen Android-Betriebssystems bietet die App dort den vollen Funktionsumfang. Die Apple-Version der App ist eingeschränkter, da der Zugriff auf einen Teil der Funktion bei iOS nicht möglich ist. Derzeit arbeitet Microsoft noch an einer Preview-Version, die dazu genutzt werden soll, um Feedback der Nutzer zu erhalten. Das Unternehmen möchte so erfahren in welche Richtung die Entwicklung gehen soll und welche Funktionen noch fehlen. Die App ist bereits jetzt im Windows Store gelistet. Wann die fertige Version erscheinen wird ist aber noch unklar.

Bereits im vergangenen Herbst hat Microsoft die Funktion „Sets“ angekündigt, die ebenfalls das systemübergreifende Arbeiten erleichtern soll, in dem Nutzer ihre Inhalte besser organisieren können, umso schneller bereits begonnene Arbeiten fortsetzen zu können. Die Funktion erstellt Aus Anwendungen, Internetseiten und Dateien sogenannte „Sets“, die dann einem Projekt zugeordnet werden können. Diese Sets können dann gesammelt geöffnet und genutzt werden, ohne das umständliche erst alles manuell gesucht werden muss. Anfangs soll Sets Universal Windows Platform (UWP)-Anwendungen unterstützen. Laut Belfiore können aber auch herkömmliche Anwendungen mit kleinen Anpassungen kompatibel werden.

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