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Finanzinvestor EQT Partners

Linux-Distributor Suse für 2,5 Milliarden Dollar verkauft

von Robert Klatt •

Der deutsche Linux-Distributor Suse wurde erneut verkauft. Das stark wachsende Unternehmen möchte in Zukunft vor allem im Bereich Public-Cloud wachsen.


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Der deutsche Linux-Distributor Suse ist das weltweit erste Unternehmen, das ein Open-Source-Linux-Betriebssystem speziell für Unternehmen vertrieben hat. Seit seiner Gründung im Jahr 1992 hatte das Unternehmen unteranderem Novell, Attachmate und Micro Focus als Eigentümer. Nun wurde das Unternehmen erneut für 2,535 Milliarden Dollar an die schwedische Risiko- und Beteiligungskapitalgruppe EQT Partners verkauft. Um die Transaktion zu finalisieren ist jedoch noch die Zustimmung der Aktionäre von Micro Focus sowie die behördlichen Genehmigungen nötig, die bei einer Übernahme in dieser Größenordnung üblich sind.

1.400 Mitarbeiter und 320 Millionen Dollar Jahresumsatz

Suse ist aktuell der Weltmarktführer für Infrastruktur- und Anwendungsbereitstellungslösungen für On-Premises- und Cloud-basierte Workloads. Das Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 320 Millionen Dollar beschäftigt an mehreren Standorten weltweit insgesamt 1.400 Mitarbeiter. Nils-Brauckmann führte das Unternehmen halb unabhängig. Während seiner Zeit als Geschäftsführer konnte er das Produktangebot deutlich ausbauen. Zu den zentralen neuen Angeboten gehören Storage- und Cloud-Lösungen sowie Anwendungsbereitstellungstechnologie.

Ausbau des Cloud-Geschäfts

Im Zuge der Übernahme hat der neue Besitzer erklärt, dass nun vor allen das Public-Cloud-Geschäft ausgebaut werden soll. Außerdem soll der Fokus darauf liegen Produkte der nächsten Generationen zu entwickeln, um das Unternehmen langfristig konkurrenzfähig zu halten. Durch die Übernahme soll sich die Zusammensetzung des bisherigen Managementteams von Suse nicht ändern.

Nils Brauckmann, CEO von Suse sagte zu der Übernahme, dass „heute ein aufregender Tag in der Geschichte von Suse ist. Durch die Partnerschaft mit EQT werden wir ein völlig unabhängiges Unternehmen.“ Auch Johannes Reichel, Partner bei EQT Partners sieht die Übernahme positiv. Er ergänzt, dass sich das Investmentunternehmen darüber „freut mit dem Management von Suse gemeinsam bei dieser attraktiven Wachstumsinvestition zusammenzuarbeiten.“

Festhalten an 25 Jahre Unternehmensgeschichte

Suse wird sich auch Weiterhin im Einklang mit der 25-jährigen Geschichte des Unternehmens für die Entwicklung von Open-Source-Software und damit verbundenen Geschäftsmodellen einsetzen. Dies setzt das Unternehmen beispielsweise durch die Beteiligung an Projekten und Communities der Open-Source-Szene um. So soll erreicht werden, dass Suse langfristig innovative und gleichzeitig hochqualitative, zuverlässige und nutzbare Lösungen für ihre Kunden anbieten kann.

Hauptkonkurrenz mit 2,9 Milliarden Dollar Umsatz

Obwohl Suse die Umsätze in den vergangenen Jahren stetig steigern konnte, liegt das Unternehmen noch deutlich hinter seinem Hauptkonkurrenten Red Hat. Mit einem Umsatz von 2,9 Milliarden Dollar lag der Umsatz fast zehnmal so hoch wie bei Suse, die 2017 303 Millionen Dollar umsetzen konnten.

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