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300.000 Gesichtspunkt werden erfasst

Huawei mit besserer 3D-Gesichtserkennung als Apple

von Robert Klatt •

Huawei hat eine eigene 3D-Gesichtserkennung vorgestellt. Die Lösung der Chinesen soll besser sein als Face-ID im Apple iPhone X.


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Während der Vorstellung des aktuellen Topmodells V10 der Tochtermarke Honor hat Huawei einen ersten Ausblick auf die 3D-Gesichtserkennungs-Technologie gezeigt. Huawei möchte die Technologie, der der 3D-Gesichtserkennung Face-ID im Apple iPhone X ähnelt, zukünftig in ihren Smartphones verbauen. Mögliche Geräte sind die kommenden Huawei P11 und Mate 11 und Smartphones der Tochter Honor. Genau wie Apples Face-ID verwendet Huawei ebenfalls Infrarot-Sensoren in Kombination mit weiteren Kameras, um einen 3D-Scan des Benutzergesichtes zu erstellen. Die Genauigkeit soll mit 300.000 Gesichtspunkten zehnmal so hoch sein wie bei Apple, die nur 30.000 Punkte erkennen können.

Die von Apple verwendete Technik erstellt ein 3D-Tiefenmodell, anhand 30.000 Punkten die auf das Gesicht des Smartphones Nutzer projiziert werden. Huawei hat dies um den Faktor Zehn erhöht. Der erste Scan soll trotzdem in zehn Sekunden abgeschlossen sein. Laut einem Bericht von Winfuture setzt das Unternehmen zur detaillierten Gesichtserkennung auf eine Streifenprojektion, mit deren Hilfe Erhebungen und Senkungen erkannt werden. Der fertige Scan hat eine Auflösung von 1280 * 800 Pixel.

Laut Huawei ist die eigene Gesichtserkennung so genau, dass sie sicher genug zur Abwicklung von Bezahlungen ist. Andere Lösungen wie die sehr schnell Gesichtserkennung im Oneplus 5T seien dafür nicht ausreichend genau. Nachdem der erste Scan angefertigt wurde, benötigt die Authentifizierung nur noch 400 Millisekunden. Im Vergleich zu den in Huawei- und Honor-Geräten verbauten Fingerabdrucksensoren, die 100 bis 300 Millisekunden zum Erkennen benötigten, ist die Lösung damit nur unwesentlich langsamer.

Huawie zeigt während der Präsentation, dass ihre 3D-Gesichtserkennung sogar die Zunge des Benutzers wahrnimmt. Face-ID ist dazu nicht in der Lage. Das Unternehmen demonstrierte dies an einem Animoji-Klon, der die Mimik eines Nutzers auf Bären und Anime-Figuren übertragen konnte.

Einen konkreten Zeitpunkt für die Veröffentlichung hat Huawei noch nicht genannt. Das am 5.Dezember erscheinende Honor V10,  das in Europa wahrscheinlich die Bezeichnung Honor 9 Pro tragen wird, wird die 3D-Gesichtserkennung noch nicht erhalten. Es ist damit zu rechnen, dass bereits Ende Februar auf dem Mobile World Congress in Barcelona im Huawei P11 die Technologie in einer finalen Version vorgestellt wird. Dies ist bisher jedoch nur ein Gerücht.

Auch Samsung soll aktuell an einer eigenen rein Software-basierten Lösung zur 3D-Gesichtserkennung arbeiten. Eventuell wird diese im kommende Galaxy S9 bereits verbaut werden. Auch ein deutsches Unternehmen hat bereits ein 3D-Modul zur Gesichtserkennung entwickelt. Aufgrund der Kompatibilität mit zahlreichen Snapdragon-Prozessoren werden vermutlich kleiner Smartphone-Hersteller, die keine Eigenentwicklung finanzieren können, auf dieses Modul zurückgreifen.

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