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1.499 Euro

Huawei MateBook X Pro mit 3k FullView-Display vorgestellt

von Robert Klatt •

Das neue Notebook hat ein fast rahmenloses 3k Display. Es soll eine Alternative zur Dell XPS und Microsoft Surface Serie sein.


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Huawei hat an diesem Wochenende in Barcelona beim Mobile World Congress sein neustes Notebook vorgestellt. Der chinesische Elektronik-Gigant ist erst vor neun Monaten in den Notebook-Markt eingestiegen. Das nun vorgestellte MateBook X Pro ist über dem ersten Notebook des Konzerns positioniert. Es soll zum Marktstart in Europa zum Preis von 1.499 Euro erscheinen.

Hohe Auflösung und fast rahmenloses Touch-Display

Bisher war das beliebte Dell XPS 13 9370 eines der Notebooks mit dem schmalsten Displayrahmen. Huawei bietet hier nochmals deutlich mehr. Statt „nur“ 13 Zoll hat das MateBook X Pro eine Bildschirmdiagonale von 13,9 Zoll und auch das Verhältnis vom Bildschirm zu Gehäuse ist um einiges besser als bei der Konkurrenz. Beim aktuellen Dell XPS 13 werden 80,7 Prozent der Oberfläche vom Display bedeckt, Huawei erreicht hier mit dem FullView-Display auf beindruckende 91 Prozent. Wie bei der Microsoft Surface Serie setzt auch Huawei ein Display im drei zu zwei Format ein. Das Touch-Display hat eine Auflösung von 3000 x 2000 Pixeln. Beim Vorgänger MateBook X lag die Auflösung noch bei 2160 x 1440 Bildpunkten. Auch die Touch-Funktion war beim Vorgänger nicht integriert.

Hardware von Intel und Nvidia

Das MateBook X Pro ist nicht frei konfigurierbar. Die einzige Konfiguration wird mit einem Intel Core i5 der aktuellen Kaby Lake Refresh Generation und einer Nvidia GeForce MX150 mit 2 GB GDDR5 auf den Markt kommen. Der Vorgänger hatte nur eine integrierte iGPU von Intel. Den verbauten CPU hat Huawei noch nicht bekanntgegeben. Es kann sich allerdings nur um einen Core i5-8250U oder Core i5-8350U handeln, da noch keine anderen U-Modelle verfügbar sind. Dies könnte sich aber bis zum Release im Sommer noch ändern. Außerdem ist eine 256 Gigabyte große SSD und 8 Gigabyte Arbeitsspeicher verbaut.

Schmelz-Kühlung mit Lüfter

Das Notebook wird weitestgehend passiv gekühlt. Huawei setzt dabei die aus dem Vorgänger bekannte Schmelz-Kühlung ein. Bei Lastspitzen wird die passive Kühlung für CPU und GPU durch einen Lüfter unterstützt. Bei weniger anspruchsvollen Arbeiten wird das Notebook jedoch komplett passiv gekühlt. Die Schmelz-Kühlung setzt Kapseln ein die bei normaler Raumtemperatur ein festes Material enthalten. Durch die entstandene Abwärme der Hardware, die per Heatpipe zu den Kapseln geleitet wird, verflüssigt sich das Material. Der Phasenübergang nimmt dabei die entstandene Abwärme auf und kühlt somit das Notebook. Herkömmliche Kühlungslösungen aus Aluminium und Kupfer müssen die aufgenommene Wärme hingegen schnell wieder abgeben, um effektiv arbeiten zu können. Die Lösung im MateBook X Pro speichert die Wärme über einen deutlich längeren Zeitraum. Sobald die Inhalte der Kapseln vollständig verflüssigt sind, funktioniert die Kühlung weiter wie bei einem klassischen Notebook. Dies hat leider zur Folge, dass die Taktraten dann deutlich verringert werden müssen. Langes Arbeiten unter Volllast ist daher beim MateBook X nicht möglich. Der zusätzliche Lüfter beim neuen MateBook X Pro könnte diesem Effekt jedoch entgegenwirken.

Metallgehäuse maximal 14,6 Millimeter dick

Im Vergleich zum Vorgänger ist das Gehäuse des MateBook X Pro etwas dicker und schwerer. Das Metallgehäuse ist maximal 14,6 Millimeter dick und 1,33 kg schwer. Beim MateBook X war das Gehäuse nur maximal 12,5 Millimeter dick und mit 1,05 kg etwas leichter. Auch die Konkurrenz von Dell ist mit 11,6 Millimeter maximaler Dicke und 1,21 kg Gewicht etwas kompakter und leichter. Huawei gibt an, dass das Akku bis zu 14 Stunden Laufzeit hat, das Dell XPS 13 kommt auf bis zu 11 Stunden beim Ultra-HD-Modell oder 19 Stunden beim Full-HD-Modell.

Da das fast rahmenlose Display keinen Platz mehr für eine Webcam lässt, hat Huawei die Kamera in die Tastatur integriert. Um die Privatsphäre der Nutzer zu schützen, muss die Kamera erst per Fingerabdruckscan ausgefahren werden. In den Ein- und Aus-Schalter ist ein Fingerabdrucksensor integriert. Er erlaubt ebenfalls die Anmeldung via Windows Hello.

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