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Santorini

Griechenland setzt Drohnen gegen Steuerhinterzieher ein

von Robert Klatt •

Das Videomaterial der Drohnen diente zum Abgleich der Passagierzahlen auf Touristenbooten mit den angegeben Zahlen der Steuerbehörde.


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Die Steuerfahndung in Griechenland setzt auf moderne Technik. Auf der beliebten Ferieninsel Santorini wurden mit Drohnen aus der Luft Touristen überwacht, um so Bewegungsmuster zu erkennen, die Beweismaterial in Steuerhinterziehungsverfahren werden sollen.

Derzeit wird das Pilotprojekt eingesetzt, um zu überprüfen welche Boote von Santorini regelmäßig Ausflüge nach Caldera anbieten. Caldera ist ein lokaler Vulkankrater und vor allem bei Touristen ein beliebtes Ausflugsziel.

Überwachung der Fahrten

Die Drohnen wurden eingesetzt um festzustellen wie viele Passagiere sich während eines Tages auf den Schiffen befunden haben. Dies wurde anschließend mit den Zahlen der verkauften Tickets abgeglichen, die die Besitzer der Boote an die Steuerbehörde gemeldet haben. Innerhalb der Testphase konnte in neun Fällen Steuerhinterziehung nachgewiesen werden. Insgesamt gab es 145 Verstöße und Tickets im Wert von rund 25.000 Euro, für die keine Steuern abgeführt wurden.

Um das Projekt zu realisieren hat die Hafenbehörde der Insel mit der Steuerbehörde zusammengearbeitet. Neben der Steuerhinterziehung wurden auch zahlreiche Verletzungen des Seerechts aufgedeckt.

Einige der betroffenen Bootbesitzer reagierten nachdem sie von den Drohnen erfahren haben mit Fluchtversuchen auf dem offenen Meer, kehrten dann aber zur Insel zurück als sich dies als aussichtlos herausstellte.

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