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Krypto-Apps ebenfalls betroffen

Google sorgt für Ordnung im Play Store und verbietet zahlreiche Apps

von Robert Klatt •

Google möchte in Zukunft für eine höhere Qualität im Play Store sorgen. Zahlreiche „Spam- und Werbe-Apps“ sind daher verboten worden.


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Der Google Play Store wird seit längerem von tausenden „Werbe- und Spam-Apps“ überschwemmt, die keinen Mehrwert für die Nutzer bieten und das App-Angebot unübersichtlich erscheinen lassen. Um gegen diese unnötigen Apps vorzugehen hat Google nun die Richtlinien für den hauseigenen Play Store deutlich verschärft. Entwickler können in Zukunft keine Android-Apps mehr einstellen, die bloße Kopien anderer Apps ohne eigene Inhalte sind. Das Unternehmen möchte so verhindern, dass die selbe App mehrfach unter anderen Namen aber mit den gleichen Funktionen hochgeladen wird.

Kampf gegen Automatisierungstools

In den neuen Richtlinien schreibt Google, dass statt „sich wiederholenden Inhalten" nur noch Apps zugelassen werden, die „einzigartige Inhalte oder Funktionen bereitstellen, um Nutzern einen Mehrwert zu bieten." Simple Apps die per Automatisierungstools oder durch die Abänderung bestehender Vorlagen von Dritten erstellt werden sollen somit nicht mehr hochgeladen werden dürfen. Auch Apps die durch Assistenten (automatisierte Werkzeuge) erstellt werden, dürfen nur noch über eigene Entwicklerkonten im Play Store veröffentlicht werden. Bisher konnten solche Apps noch über den Play Store Account des Betreibers der Vorlagen hinzugefügt werden.

Apps die keinen wirklichen Funktionsumfang besitzen und nur dazu erstellt worden sind, um Werbung zu verbreiten sind laut Google nun ebenfalls verboten. Laut den neuen Richtlinien sind auch Apps die dem Nutzer nach jeder Eingabe per Klick oder Wischbewegung Bannerwerbung einblenden nicht mehr erlaubt.

Krypto-Mining und Waffenverkauf verboten

Gänzlich neu ist der Abschnitt über „Gefährliche Produkte“ in den neuen Richtlinien. Apps die für den Verkauf von Waffen und Waffenzubehör, Munition und Sprengstoff bestimmt sind, sind nun ebenfalls verboten. Außerdem sind Apps die auf mobilen Geräten Kryptowährungen schürfen von nun an nicht länger erlaubt. Weiterhin erlaubt ist das Verwalten von Krypto-Mining-Software per Remotezugriff auf Drittgeräten.

Das komplette Verbot von Krypto-Mining wurde vermutlich in die neuen Richtlinien hinzugefügt, da Google schon lange mit Krypto-Mining-Malware im Play Store Probleme hat. Auch Apple hat kürzlich seine Richtlinien angepasst und ein entsprechendes Verbot ausgesprochen.

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