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Trotz Quantum-Update und hoher Geschwindigkeit

Firefox verliert weitere Marktanteile – Wieso ist Chrome so dominant?

von Robert Klatt •

Der Firefox Marktanteil ist trotz des großen Quantum-Update weiter gesunken. Steuert Google auch im Browser-Markt auf ein Monopol zu oder kann Firefox zurückschlagen?


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Mozilla wollte mit dem Quantum-Update vor allen gegenüber den größten Konkurrenten Google Chrome an Boden gutmachen. Da trotz des Updates der Marktanteil weiter gesunken ist, muss sich die Organisation eingestehen, die hohen Ziele deutlich verpasst zu haben. Das am 14. November mit der Versionsnummer 57 erschiene Update zeigte in allen relevanten Browserbenchmarks deutlich kürzere Ladezeiten als die Vorgängerversion. Mozilla wollte so Firefox Nutzer halten und bereits abgewanderte Nutzer für Firefox zurückgewinnen. Die Statistiken von Net Applications zeigen jedoch das Gegenteil. Auch im Dezember sind die Marktanteile wieder kleiner geworden.

Der Marktanteil lag im Oktober noch bei 11,71 Prozent. Im November waren es noch 11,42 Prozent und im Dezember lag der Anteil nur noch bei 11,02 Prozent. Firefox hat mit diesem schon lange anhaltenden Trend im Verlauf des letzten Jahres insgesamt 5,5 Prozent Marktanteil verloren. Das ist eine Abnahme von mehr als 30 Prozent. Firefox liegt damit in der Browserstatistik nur noch auf Position drei, nach dem Internet Explorer auf Position zwei und Chrome auf Position eins.

Google Chrome dominiert weiterhin den Markt mit über 60 Prozent Anteil, obwohl auch der Google Browser im Dezember Verluste von 0,04 Prozent verbuchen musste. Insgesamt konnte Chrome im Jahr 2017 jedoch den Marktanteil um fast vier Prozent vergrößern.

Der von Microsoft entwickelte Internet Explorer befindet sich mit 12,36 Prozent nur knapp vor Firefox. Im Jahresverlauf musste auch er mit 2,6 Prozent einige Nutzer abgeben. Der Nachfolger Edge liegt mit 4,61 immer noch relativ abgeschlagen auf einer der hinteren Positionen, aber immer noch Apples Safari. Apple konnte mit ihrem Browser nur 4 Prozent der Nutzer für sich überzeugen.

Trotz der ernüchternden Zahlen gibt es auch positive Nachrichten aus dem Mozilla Lager. Das erste Firefox Quantum Fazit kam zu dem Ergebnis, dass noch keine Version vorher so schnell 100 Millionen Menschen erreichen konnte. Aktuell läuft das Quantum-Update lauf Angaben von Mozilla auf bereits 170 Millionen Computern. Auch die Anzahl der Nutzer die von Chrome zu Firefox wechseln ist im Vergleich zum Vorjahr um 44 Prozent gestiegen. Mozilla macht jedoch keine Angabe zu absoluten Wechselzahlen.

Im hart umkämpften Mobilbereich konnte Mozilla mit dem Quantum Update hingegen neue Nutzer gewinnen. Im Vergleich zum Oktober hat sich hier der Marktanteil von 0,4 Prozent auf 0,88 Prozent mehr als verdoppelt. Die Marktposition ist damit aber immer eher unbedeutend.

Insgesamt ist der hart umkämpfte Browsermarkt also weiterhin klar von Google Chrome dominiert. Welchen Browser verwendet ihr und wieso denkt ihr, dass Chrome so beliebt ist?

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