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Sicherheitsstandard

EU verpflichtet Hersteller zu Updates für digitale Geräte

von Robert Klatt •

Die neue Richtlinie zwingt Hersteller von Smartphones und anderen Geräten dazu, für einen bestimmten Zeitraum Updates bereitzustellen.


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Etwa ein Jahr nach der Einführung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) innerhalb der Europäischen Union (EU) scheint der nächste Schritt hin zu mehr Sicherheit im Umgang mit Daten und digitalen Geräten kurz bevorzustehen. Laut einer Pressemitteilung des Europäischen Parlaments wurde zwischen der Europäische Kommission und dem Parlament eine Einigung über eine neue Richtlinie erzielt, die Verbrauchern eine Reihe von Rechten einräumen soll.

Recht auf Updates

Der wichtigste Punkt der neuen Richtlinie ist eine Updateverpflichtung für Hersteller von digitalen Geräten, die diese dazu zwingt, Sicherheitsupdates für einen von der EU vorgegebenen Zeitraum bereitzustellen. Besonders relevant ist dieser Punkt für Hersteller von Smart-Home-Geräten, die in der Vergangenheit häufig durch ihre eklatanten Sicherheitsmängel aufgefallen sind. Außerdem umfasst die Regel auch Hersteller von Fernsehern, Smartphones und Smartwatches.

Kein Unterschied bei Kauf im Laden oder online

Bisher wurde rechtlich bei Verbrauchern zwischen Käufen im Laden und Onlinekäufen unterschieden. Die neue Richtlinie differenziert hier nicht mehr und verpflichtet Hersteller unabhängig vom Vertriebsweg dazu, die entsprechenden Updates bereitzustellen.

In Zukunft soll so ein globaler Standard geschaffen werden, der ähnlich wie die DSGVO auch außerhalb der EU Anwendung finden wird. Hersteller, die innerhalb der EU verkaufen möchten und daher die Updates bereitstellen müssen, könnten die ohnehin entwickelten Updates so auch an den Rest der Welt vertreiben. Da der Binnenmarkt der EU nach den USA der zweitgrößte Markt der Welt ist, werden sich nur wenige Unternehmen gegen einen Vertrieb entscheiden.

Besonders betroffen sind von der Entscheidung der EU Produzenten von "Ramschware", die kaum mit Updates versorgt wird. In der Vergangenheit fielen aber auch oft renommierte Unternehmen wie Samsung negativ dadurch auf, dass ein Teil ihrer Smartphones aus Kostengründen kaum mit Updates versorgt wurden.

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