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eBay beendet Kooperation mit PayPal – Aktie stürzt ab

von Robert Klatt •

eBay hat eine der Partnerschaft bis 2020 angekündigt. Ab dann wird Ayden der primäre Zahlungsdienstleister. Die Gebühren sollen so sinken.


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Die beiden Unternehmen PayPal und eBay waren einst eng miteinander verbunden. Im Jahr 2002 hat das Internetauktionshaus den Zahlungsdienstleiser für 1,5 Milliarden Dollar übernommen und dann schrittweise zur bevorzugten Bezahlmöglichkeiten ausgebaut. Ende 2014 hat eBay bekanntgegeben, dass ab 2015 die beiden Unternehmen aufgespalten und separat an der Börse notiert werden. Ein Drittel der Erlöse des PayPal Börsengangs flossen in die Kassen von eBay. eBay hat sich nun noch weiter von PayPal distanziert, indem bekanntgegeben wurde, dass die aktuelle Zusammenarbeit nur noch bis 2020 in dieser Form weitergeführt wird.

Nachdem die langjährige enge Zusammenarbeit beendet wird, wird der niederländische Zahlungsdienstleister Ayden die Transaktionen für das Internetauktionshaus abwickeln. Ayden hat bereits andere große Kunden, darunter sind Netflix, Uber und Spotify. Bis Juli 2023 sollen eBay Kunden aber noch die Möglichkeit haben auch PayPal zum bezahlen einzusetzen. eBay schrieb dazu in einer Mitteilung, dass PayPal weiterhin ein wichtiger Unternehmenspartner bleiben wird. Trotz der guten finanziellen Ergebnisse des letzten Quartals verlor die PayPal Aktie nach der Veröffentlichung durch eBay am Donnerstag deutlich an Wert. Der Kurs brach zeitweise um zehn Prozent ein.

eBay verspricht sich durch den Wechsel des Zahlungsdienstleisters deutliche Wettbewerbsvorteile. Auch Verkäufer auf eBay sollen profitieren, da die Transaktionsgebühren deutlich geringer sind und das Preismodell weniger komplex ist.  Außerdem möchte eBay den Kunden insgesamt mehr Bezahloptionen anbieten und den Checkout-Prozess nachdem Einkauf verkürzen und vereinheitlichen. Bisher gab es ja nach gewählter Zahlungsart unterschiedliche Prozesse. Das Auktionshaus entwickelt dafür in Kooperation mit dem neuen Partner ein Bezahlsystem, dass deutlich mehr Kontroll- und Anpassungsmöglichkeiten bieten soll. Begonnen wird mit dem Umbau bereits Mitte 2018. Da der Prozess Jahre dauern wird, rechnet eBay damit, dass ein "Großteil der Marktplatzkunden" erst 2021 das neue Zahlungssystem verwenden können.

Obwohl PayPal mit eBay den wohl mit Abstand wichtigsten Partner verliert, spielt Dan Shulman die Auswirkungen auf das von ihm geführte Unternehmen herunter. Der PayPal Chef erklärte, dass eBay zwar ein wichtiger Kunde sei, PayPal den Verlust aber gut verkraften könnte, da das Geschäft mit anderen Kunden wesentlich größere Wachstumsraten aufweist als eBay. Im vierten Quartal 2017 konnte PayPal 620 Millionen Dollar Gewinn verbuchen. Dies entspricht im Jahresvergleich einer Steigerung von 59 Prozent.

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