bluebit

Internet of Things

Deutsche Telekom erprobt LTE-M in mehreren Städten

von Robert Klatt •

LTE-M soll das Internet of Things auch mobil vernetzen. Die Technologie ist im Vergleich zu LTE günstig und kann deshalb in viele Geräte integriert werden.


0 Kommentare

LTE-M ist eine Abkürzung des englischen Begriffs 'Long Term Evolution (4G)'. Die Technologie wurde entwickelt, um Internet of Things (IoT) Geräte direkt mit einem 4G-Netz zu verbinden, ohne dass dafür ein zusätzliches Gerät wie beispielsweise ein Smartphone notwendig ist. Im Vergleich zum herkömmlichen LTE-Netz sind Geräte mit LTE-M günstiger, die Akkulaufzeit ist höher und der Betrieb auf Seiten des Netzbetreibers ist aufgrund der geringen übertragenen Datenmenge günstiger.

Laut der Telekom soll auch in Deutschland bald ein LTE-M Netz eingeführt werden. Dies hat das Bonner Unternehmen während der Vorstellung der Finalsten des LTE-M Prototyping Programm am heutigen Donnerstag in Wien angekündigt. Einen konkreten Termin gibt es dafür jedoch noch nicht. Das Unternehmen spricht öffentlich nur von einer "Markteinführung von LTE-M in 2019".

Testbetrieb in mehreren Städten

Derzeit werden in verschiedenen Städten bereits LTE-M Netze zum Test unter Realbedingungen betrieben, darunter befindet sich Berlin, Wien, Reutlingen und Rotterdam.  

Ingo Hofacker, Telekom Verantwortlicher für Internet of Things sagte dazu:

"Der Summit ist der Höhepunkt unserer Prototyping-Arbeit. Bis Mitte 2019 werden wir LTE-M Netze in mehreren europäischen Märkten einführen. Damit können unsere Kunden LTE-M Geräte und Anwendungen entwickeln und testen."


Zahlreiche Einsatzgebiete

Die Anwendungsbereiche von LTE-M sind vielseitig. Während der Veranstaltung hat das britische Unternehmen Neebo einen Babymonitor vorgestellt, der am Handgelenk wichtige Vitalfunktionen überwacht und die Daten über das LTE-M Netz übertragt.

Auch in der Industrie wird LTE-M erwartet. Das niederländische Unternehmen Babbler hat bei der Telekom eine auf LTE-M basierende Tracking-Technologie vorgestellt, die die Bewegungen von Containern nachverfolgbar machen soll. Dies soll durch automatische Alarmsysteme Diebstähle einschränken.

Die aus Deutschland stammenden Finalsten des Unternehmens Inshoerance haben intelligente Einlegesohlen gezeigt, die Personen an gefährlichen Orten schützen soll. Die Sohlen ermöglichen es durch unauffälliges Zusammenschlägen der Schuhe einen stillen Alarm auszulösen.

0 Kommentare

Kommentar verfassen