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Facebook erhebt Gebühren

Der Messenger WhatsApp Business wird bald kostenpflichtig

von Dennis Lenz •

Neues aus der Welt der Messenger: Das Unternehmen Facebook, welches den Messenger WhatsApp im Jahr 2014 für rund 22 Milliarden US-Dollar kaufte, wird bald für die Business-Version Geld von Unternehmen verlangen – bisher war WhatsApp Business noch kostenlos.


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Facebook möchte mit dem vor knapp drei Jahren erworbenen Messenger endlich Geld verdienen, kündigte der für das operative Geschäft verantwortliche WhatsApp-Manager Matt Idema gegenüber dem Wall Street Journal an. Jedoch soll der bisher bekannte WhatsApp-Dienst für normale Nutzer weiterhin kostenfrei bleiben, lediglich Firmenkunden werden Version WhatsApp Business sollen zukünftig für den Dienst zahlen müssen.

Seit einigen Monaten testet WhatsApp zwei verschiedene Business-Tools im kleineren Rahmen: Eine WhatsApp Business-App, die für kleine Unternehmen angedacht ist und es diesen erlauben soll, Updates an ihre Kunden zu versenden oder Umfragen zu starten. Für größere Unternehmen gibt es ein Tool, welche im Prinzip dieselben Funktionen bietet, nur diese eben am Computer. Damit die normalen Nutzer nicht Opfer ungewollter Dauerwerbung werden, müssen sie sich bewusst für diese Art der Kommunikation mit Hilfe einer Opt-in-Funktion entscheiden.

Damit es den WhatsApp-Nutzern einfacher fällt zwischen herkömmlichen Kontakten und Unternehmen zu unterscheiden, sollen die verifizierten Unternehmens-Accounts ein zusätzliches grünes Emblem neben dem Kontaktnamen bekommen. Darüber hinaus werden die Chats mit Unternehmen in WhatsApp selbst gelb dargestellt. Wie sich in der FAQ zu WhatsApp Business nachlesen lässt, ist es zudem nicht möglich, einzelne Nachrichten zwischen Nutzer und Unternehmen zu löschen.

WhatsApp und Facebook rücken näher zusammen

„Wir wollen eine Grundlage erschaffen, damit Menschen Unternehmen Kurzmitteilungen senden können und die Antworten, die sie wollen, auch bekommen“, erklärte Idema gegenüber dem Wall Street Journal. „Wir planen zukünftig, dafür von Unternehmen Geld zu verlangen“. Die WhatsApp Business-Dienste waren bisher noch zu Testzwecken kostenlos und erste Unternehmen konnten sich mit der neuen Möglichkeit der Kundenkommunikation vertraut machen.

Jedoch ist das Konzept nicht ganz neu, denn mit dem Messenger von Facebook ist dies bereits seit längerem möglich. Hier verdient Facebook jedoch bisher Geld durch Werbeeinblendungen. Wie der Messenger-Chef David Marcus mitteilte, will Facebook zudem die Option automatisierter Chatbots für die Kundenkommunikation einführen.

Zuletzt waren beide Messenger bei Datenschützern in der Kritik, wo es um den Austausch von Nutzerdaten zwischen WhatsApp und Facebook ging. Diese Pläne liegen in Europa jedoch derzeit auf Eis und Facebook musste wegen falscher Angaben beim Kauf von WhatsApp eine Strafe von 110 Millionen Euro zahlen.

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