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Börse Stuttgart plant ICO-Plattform und Einstieg in Kryptogeldhandel

von Robert Klatt •

Im Herbst erscheint eine App zum Kryptohandel, weitere Projekte wie die mit der Bafin durchgeführten ICOs folgen später.


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Trotz der zuletzt stark gefallenen Kurse fast aller Kryptowährungen hält der Hype um das „alternative Geld“ weiterhin an. Nun hat auch die Börse Stuttgart eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der die Zukunftspläne um die „digitalen Assets“ erläutert werden. In der Vergangenheit hat die Börse bereits eine Smartphone-App zum Handel von Kryptowährungen angekündigt. Nun sollen weitere Produkte aus diesem Bereich folgen, darunter eine Plattform die Firmen nutzen können, um darüber ihre Initial Coin Offerings (ICO) durchzuführen. Die Plattform würde es erfolgen, dass ein Unternehmen einen eigenen Token erzeugt und über die Börse Stuttgart ausgibt, der dann ähnlich wie eine Anleihe oder ein herkömmlicher Anteilsschein an der Börse gehandelt werden kann. Auch der Emission und der Sekundärhandel der Tokens wurde über die Börse stattfinden.

Bitcoin, Ether und Ripple ebenfalls an der Börse

Neben den eigenen emittierten Tokens sollen an der Börse Stuttgart zukünftig auch andere etablierte Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether und Ripple gehandelt werden können. Laut der Börse soll so der Bedarf „"privater wie institutioneller Anleger nach einem regulierten und vertrauenswürdigen Umfeld für den Handel mit Kryptowährungen“ gedeckt werden. Außerdem möchte die Börse ebenfalls eine sichere Möglichkeit für ihre Kunden bieten, die Kryptowährungen aufzubewahren. In der Vergangenheit kam es bei verschiedenen Kryptohandelsplätzen zu millionenschweren Verlusten.

ICOs in der Kritik

Seitdem immer mehr Start-ups versuchen mit ICOs ihre Finanzierung durchzuführen, gab es immer häufiger Kritik und teilweise enorme Kursverluste. Trotzdem gelang es zahlreiche Unternehmen per ICO in den vergangenen Jahren für ihre Projekte oft innerhalb von wenigen Minuten per ICO Millionen Investorengelder einzusammeln. Da ICOs bisher jedoch kaum reguliert sind, haben viele Investoren so bereits einen Großteil ihres Investments verloren. Laut einer Studie der Investmentberatung Satis, die auf ICOs spezialisiert ist, waren rund 80 Prozent aller ICOs aus dem Jahr 2017 Projekte die als Betrug einzustufen sind. Es ging den beteiligten Unternehmen bei diesen ICOs nie um die Finanzierung eines Projekts an sich, sondern lediglich darum möglichst schnell per ICO Investorengelder einzusammeln. Eine Studie des Boston College widerspricht der Studie des Beratungsunternehmens jedoch, da sie zu dem Ergebnis gekommen ist, dass ICOs durchaus gute Investitionsmöglichkeiten mit hohen Renditen bieten können.

In einigen Ländern, darunter China wurden ICOs bereits komplett verboten. Auch die Börsenaufsicht der USA hat bereits mehrfach vor den großen Risiken derartiger Investitionen gewarnt. Die deutsche Bankenaufsicht Bafin hat ebenfalls bereits ICOs verboten, ein generelles Verbot wurde in Deutschland jedoch nicht ausgesprochen. Die Stuttgarter Börse hat bereits angekündigt, dass die über sie durchgeführten ICOs in enger Zusammenarbeit mit der Bafin erfolgen werden.

Trading-App „Bison“ kommt im Herbst

Als erster Schritt in die Welt der Kryptowährungen und ICOs veröffentlicht eine Tochterfirma der Börse Stuttgart im Herbst die Trading-App Bison. Die App richtet sich vor allen an private Anleger, die einen einfachen Einstieg in den Krypothandel suchen. Die App möchte besonders mit einem "differenzierten Sicherheitskonzepte“ punkten, das bereits zum Launch fertig entwickelt sein soll.

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