bluebit

Ende im April 2018

Bezahldienstleister Stripe akzeptiert keine Bitcoins mehr

von Robert Klatt •

Der Hype um Bitcoin und andere Kryptowährungen hält seit Monaten an. Wieso Stripe die Akzeptanz trotzdem einstellt, erfahrt ihr bei uns.


0 Kommentare

Der Bezahldienstleister Stripe wurde im Jahr 2011 gegründet.  Inzwischen hat das Unternehmen rund 900 Mitarbeiter und 25 Standorte weltweit. Seit Sommer 2017 gibt es auch eine Niederlassung in Deutschland. Ursprünglich hat Stripe 2014 begonnen Bitcoins als günstige Alternative zu Kreditkarten zu akzeptieren. Da die großen Hoffnungen die das Unternehmen in die Kryptowährung gesetzt haben sich nicht erfüllt haben, wird die Akzeptanz im April 2018 beendet.

Das Unternehmen begründet diesen Schritt in einem Blogbeitrag damit, dass die Kryptowährung Bitcoin sich eher zu einer Geldanlage als einem Zahlungsmittel entwickelt hat. Transaktionen im Bitcoin-Netzwerk brauchen teilweise mehrere Stunden bis sie bestätigt werden. Außerdem kommt es aufgrund der erheblichen Wertschwankungen zu Fehlbeträgen, wenn die Zahlung sehr langsam bestätigt wird und die Transaktionsgebühren sind sehr hoch.

Produktmanager Tom Karlo sagte, dass Stripe Bitcoin als dezentralen und kostengünstigen Ersatz für Kreditkarten gesehen hat. Das Unternehmen hat seit 2014 aber sinkendes Interesse seiner Kunde an der Akzeptanz von Bitcoinzahlungen bemerkt. Auch die Firmen die bisher über Stripe Bitcointransaktionen abwickeln erzielen über die Kryptowährung deutlich niedrigere Umsätze als zuvor. Auch die weltweit größte Spieleplattform Steam hat im Dezember 2017 aus ähnlichen Gründen die Bezahlung per Bitcoin wieder deaktiviert.

Ganz verzichten möchte Stripe aber auch in Zukunft nicht auf Kryptowährungen. Das Unternehmen bleibt optimistisch und möchte möglicherweise in Zukunft die Währung Stellar in das Bezahlsystem aufnehmen. Die Ankündigung von Stripe sorgte umgehend für einen Höhenflug des noch relativ kleinen Altcoins.

Die hohen Transaktionsgebühren im Bitcoin-Netzwerk werden vermutlich weiterhin ein Hindernis bei der Etablierung als Zahlungsmittel darstellen. Heute lagen sie bei 240 Satoshi pro Byte, dies entspricht bei einer normal großen Transaktion von 250 Byte 6 bis 7 Dollar. Obwohl die Gebühren immer noch sehr hoch sind, liegen sie damit jedoch unter den Rekordwerten des vergangenen Dezembers.

0 Kommentare

Kommentar verfassen