bluebit

Auch seriöse Firmen betroffen

Apple entfernt Baukasten-Apps aus dem App Store

von Dennis Lenz •

Apple geht im App Store stärker gegen Spam- und Klon-Apps vor. Die Säuberung des App-Stores betrifft aber auch einige seriöse Firmen, die App-Baukästen verwendet haben.


0 Kommentare

App-Baukästen sind besonders bei kleineren Firmen beliebt, die eine eigene iOS-App erstellen wollen, aber nicht über die nötigen technischen und finanziellen Ressourcen verfügen um diese eigenständig zu entwickeln. App-Baukästen sind Template-Anbieter, die es ermöglichen eigene Programme ohne Programmierkenntnisse zusammen zu klicken. Inzwischen geht Apple vermehrt gegen diese Art App vor. Neue Apps werden oft nicht mehr in den iOS-App-Store aufgenommen und einige bereits akzeptierte Apps die auf Baukästen basieren wurden wieder entfernt. In den aktuellen Entwicklerrichtlinien unter Punkt 4.2.6 weist Apple darauf hin, dass Programme die mittels "commercialized template or app generation service[s]" erstellt wurde, nicht akzeptiert werden.

Besonders kleine und mittelständische Unternehmen betroffen

Mobilbranche.de schreibt, dass sich die verstärkte Anwendung des Punktes 4.2.6 in letzter Zeit zu einem großen Problem entwickelte, weil auch eine große Anzahl seriöser Baukasten-Apps betroffen sind. Die Entfernung der App kann besonderes für kleine und mittelständische Unternehmen ein akutes Problem mit großen Auswirkungen auf das Geschäft darstellen. Das eigentliche Ziel der Regel ist die Bekämpfung von Spam- und Klon-Apps, von denen es zeitweise im App-Store eine gigantische Menge gab. Apple soll laut Gerüchten im Sommer mehrere hunderttausend dieser Apps bereits gelöscht haben.

Die Rate mit der Template-Apps abgelehnt werden soll jedoch erst in den letzten Wochen stark gestiegen sein.  Der Baukasten Anbieter AppYourself erklärte gegenüber Mobilbranche, dass vor der Einführung der Richtlinie 4.2.6 etwa zehn Prozent aller Apps abgelehnt wurden. Der Prozentsatz der abgelehnten Apps liegt laut ihnen nun inzwischen bei 60 Prozent. Benjamin Heisch der Chef von AppYourself sagte, dass Unternehmen ohne großes App-Budget so langfristig keinen Zugang mehr zum App-Store haben. "In Hinblick auf Fairness und Chancengleichheit kann das nur negativ bewertet werden."

Bereits im Sommer berichtete TechCrunch, dass auch PhoneGap und TapJet Probleme mit der neuen Richtlinie haben. Apple gab bisher kein Statement zur Änderung ihrer App-Politik. Es ist aber zu vermuten, dass es sich bei den gelöschten seriösen Apps um Kollateralschaden im Kampf gegen Spammer handelt.

0 Kommentare

Kommentar verfassen